Neue Broschüre der Umweltgewerkschaft

Neue Broschüre der Umweltgewerkschaft

Wie kann ein umweltverträgliches Verkehrssystem verwirklicht werden?

„Wie kann ein umweltverträgliches Verkehrssystem verwirklicht werden?“ Unter diesem Titel hat die Umweltgewerkschaft eine Broschüre von Prof. Dr. Josef Lutz herausgegeben.

Rote Fahne

Hochaktuell angesichts der Internationalen Messe IAA Mobility, die gestern in München begonnen hat, eröffnet von Bundeskanzlerin Angela Merkel - eine ihrer letzten Amtshandlungen. Während Umweltaktivisten von Beginn an Proteste organisieren und in München für diese Woche insgesamt 43 Demonstrationen angekündigt sind, darunter eine Großdemonstration mit 10.000 Teilnehmern am 11. September, überbieten sich Merkel, Söder und Co. gegenseitig im Hofieren der Automobilindustrie. Markus Söder auf Instagram vom Staatsempfang für die Chefs der Automonopole: "Konzepte für morgen in historischen Räumen - Bayern ist Motor und Heimat der Mobilitätswende“. Bayern war mit Audi Ingolstadt einer der Motoren des kriminellen Abgasbetrugs und mit Audi und BMW ein Heimatort des Autokartells. Jetzt drücken sie mit ihrem Greenwahing so richtig auf die Tube.

 

Die neue Broschüre der Umweltgewerkschaft ist eine wissenschaftliche Studie zum Thema - wissenschaftlich und verständlich. Hier findet man alle nötigen Informationen zu alternativen Antrieben im Verkehr mit Bewertung auf dem derzeitigen Stand. Die Broschüre ist ganzheitlich – d. h. es geht um einen Vorschlag für ein gesamtes umweltverträgliches Verkehrssystem inklusive Bahn. Mit den Kernpunkten: Weg vom privaten PKW-Verkehr, hin zu einer entschiedenen Stärkung der Bahn und des ÖPNV. Mehr noch - Lutz fordert, die ganze (kapitalistische) Wirtschaftsweise zu überdenken.

 

In der Einleitung zur Broschüre schreibt Dr. Josef Lutz: "Die Verbrennungsmotoren haben aus Gründen der unumgänglichen Reduzierung der Treibhausgase keine Zukunft, was die Automobilindustrie in eine Strukturkrise stürzte. Heftig wird über Alternativen diskutiert. Es gibt Gruppen, die auf batterieelektrische Fahrzeuge setzen, und Kreise, die auf die Brennstoffzelle setzen. Es wird sich in dieser Studie zeigen, dass keines von beidem die Lösung ist. Nur eine komplett neue Struktur des Verkehrs kann diesen umweltverträglich machen. ... Die Energiebilanz und die Energieeffizienz sind ein fundamentales Kriterium zur Beurteilung einer Technologie, hier sind viele Dinge nicht bekannt und die Ergebnisse dieser Studie teilweise überraschend. Prämisse jedes nachhaltigen Verkehrs ist, dass die Energie regenerativ erzeugt wird. Derzeit ist das bei der elektrischen Energie in Deutschland zu einem Anteil von 45% der Fall. Aus technischer Sicht sind in vertretbarer Zeit, deutlich unter zehn Jahren, 100% möglich."

 

Erhältlich ist die Broschüre über den Vorstand der Umweltgewerkschaft, Kosten: 3,50 Euro.