Russland

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Antikriegstag in Tscheljabinsk im Ural

"Auch in Russland wird es einen Antikriegstag geben ..." - haben wir entschieden, und sind mit unseren linken Verbündeten zur „Ewigen Flamme“ gegangen. Wir leben nicht in der demokratischsten Zeit, in einer Pandemie, also ersetzen wir die präventiv verbotenen Kundgebungen und Demonstrationen durch das Niederlegen von Blumen.

Gruppe der ICOR-Organisation Russische Maoistische Partei

Der 1. September ist der internationale Antikriegstag. Er findet am Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs statt. Wir protestieren nachdrücklich gegen Militarisierung und Faschisierung Russlands und anderer Länder. Im Jahr 2021 fällt der Antikriegstag zeitlich mit der schrecklichen Situation in Afghanistan zusammen, in der die ausländische Besatzung durch westliche Imperialisten durch eine faschistische Herrschaft der Islamisten mit Unterstützung durch die östlichen Imperialisten abgelöst worden ist.

 

Wir sind in voller Solidarität mit den Afghanen, die entschlossen gegen die in Russland verbotene Terrororganisation der Taliban und für ein demokratisches und unabhängiges Afghanistan kämpfen. Die Taliban sind Feinde von Freiheit und Demokratie, Feinde der afghanischen Frauen, Feinde des Fortschritts. Sie sind keineswegs unzurechnungsfähig, egal wie sehr einige russische Beamte versuchen, uns vom Gegenteil zu überzeugen.

 

Wir sind auch solidarisch mit den afghanischen Flüchtlingen und wenden uns gegen ihre Abschiebung in das von Faschisten eroberte Land.

 

Gedenken wir heute aller Opfer imperialistischer Kriege, darunter insbesondere der vom russischen Imperialismus entfesselten Kriege. Zu Letzteren: sie verantworten die Besetzung Afghanistans und das gezielte Abschlachten der afghanischen Maoisten; den völkermörderischen Krieg in Tschetschenien, die Intervention in Syrien zugunsten des Assad-Regimes und der Interessen von Gazprom. Die Liste ist bei weitem nicht vollständig. Gedenken wir aller Opfer des Faschismus - die des Hitler-Faschismus und darüber hinaus.

 

  • Nieder mit den Kriegsvorbereitungen! Beendet alle aktuellen imperialistischen Kriege!
  • Abzug der imperialistischen Truppen aus allen Ländern, die sie besetzt halten!
  • Es lebe die internationale Solidarität!

 

Vor unserer Veranstaltung tauschten wir mit unseren Genossen Propagandamaterial aus und sprachen über die beiden wichtigsten Neuerungen der nahen Zukunft: Die erste Ausgabe der RMP-Zeitschrift "Sache des Volke", die im September erscheinen wird. Und die bevorstehende Veröffentlichung der russischen Übersetzung des Buches des deutschen Kommunisten Stefan Engel "Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus". Wir haben auch darüber gesprochen, wie man ohne Versammlungsfreiheit arbeiten kann und was man am 7. November tut.

 

Nach der Blumenniederlegung gab es eine produktive Diskussion über kommunismusnahe Vereinigungen, die die kommunistische Bewegung praktisch unterstützen könnten. Die RMP wies darauf hin, dass die Gründer solcher Vereinigungen sich von den Grundsätzen des demokratischen Zentralismus leiten lassen und selbst fest auf wissenschaftlichen marxistischen Positionen stehen sollten. Auf diese Weise können sie eine Arbeitsstruktur organisieren und sie vor Spaltungen schützen. Den Genossen wurde insbesondere das Buch von Willi Dickhut zu diesem Thema empfohlen „Einige Grundfragen des Parteiaufbaus".