Fridays for Future

Fridays for Future

Kommt zum weltweiten Aktionstag von Fridays for Future am 24. September!

Weltweit meldet sich die Jugendumweltbewegung Fridays for Future zurück und ruft zu einem Aktionstag am Freitag, dem 24. Septenber 2021, auf.

Von MLPD Umweltteam
Kommt zum weltweiten Aktionstag von Fridays for Future am 24. September!
Foto: school strike / CC BY 2.0

Zu Recht steht in ihrem Aufruf: „Die Politikerinnen und Politiker steuern sehenden Auges in die größte Katastrophe, der die Menschheit gegenüberstand.“ Die MLPD wird sich gemeinsam Seite an Seite mit tausenden Jugendlichen und Umweltkämpfern daran beteiligen, denn es geht um unsere Zukunft! Wir befinden uns im beschleunigten Übergang der Umweltkrise in eine drohende Umweltkatastrophe, der bereits das Leben vieler Menschen erheblich beeinträchtigt. Abtauen der Permafrostböden, dramatisches Waldsterben, Ozonloch: Verschiedene Faktoren entwickeln sich beschleunigt und verschärfen sich hin zu unumkehrbaren Kipppunkten. Die regionale Umweltkatastrophe in Deutschland vom 14./15. Juli hatte katastrophale Auswirkungen mit vielen Toten und brachte zugleich eine riesige Solidaritätswelle hervor.

„Ökologischer Neustart“?

Konzerne und Regierung betreiben ein massives Greenwashing und erklären sich nun einhellig als Erbauer eines „ökologischen Neustart“. CO2-Bepreisung auf Kosten der Bevölkerung, Inbetriebnahme des Steinkohlekraftwerks Datteln IV mit über eine Laufzeit von 30 Jahren zehn Millionen Tonnen mehr CO2-Ausstoß als ältere Kraftwerke mit der gleichen Leistung, Weiterführung des Braunkohletagebaus bis 2038 - sieht so ein "ökologischer Neustart" aus? Nein! Sie machen weiter so - mit Volldampf in die Umweltkatastrophe!

 

Umweltkämpfe nehmen wieder zu, und die antikapitalistische Richtung darin hat sich deutlich gestärkt. Die neue IAA als angeblich „grüne Messe“ der Autoindustrie wurde am 11. September von der Umweltbewegung mit einer Großdemonstration von 30.000 Beteiligten beantwortet. In Datteln zeigten Arbeiter und Umweltkämpfer am 11. September gemeinsam dem Betreiber von Datteln IV und der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen die Rote Karte.

Die Grünen machen Monopolpolitik!

Rosa und Konstantin von FFF Frankfurt meinen: „Sie zerstören für ihre Profite unseren Planeten. Ihr ganzes System basiert nur auf Ausbeutung. ... Die GRÜNEN seien nur Teil des Systems. Sie haben versagt und Polizeigewalt und Zerstörung des Waldes nicht verhindert.“ Wir begrüßen, dass sich die antikapitalistische Richtung stärkt und die Kritik an den GRÜNEN geführt wird. Die Rolle der GRÜNEN wird hier aber noch verharmlost. Sie haben ja die Zerstörung des Waldes nicht nur nicht verhindert, sondern haben sie aktiv betrieben! Wo immer sie mitregieren, sind sie nicht weniger als CDU und SPD als Dienstleister der Monopole an der Umweltzerstörung beteiligt und unterdrücken Umweltkämpfer, siehe z. B. die Polizeieinsätze gegen Protestcamps.

 

Innerhalb der Fridays for Future Bewegung entbrennt ein Kampf: Stärken wir den antikapitalistischen Weg und gehen den Weg eines gesellschaftsverändernden Umweltkampfs mit der Perspektive einer sozialistischen Gesellschaft, oder verirrt sich diese Kampfkraft in der Hoffnung, mit einem Kreuz für die GRÜNEN bei der Bundestagswahl das Problem zu lösen?

Für eine überparteiliche Umweltbewegung!

In einigen Städten, darunter Dortmund und Herne, wird in der Vorbereitung des Aktionstags wieder 'gebeten', dass Parteien und besonders die MLPD nicht auftreten sollen. Die MLPD deckte im Buch „Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus“ auf: „Die Losung 'keine Parteien' verfolgt ein doppeltes Ziel. Sie beabsichtigt zum einen den Ausschluss revolutionärer Parteien, bedeutet Zerstörung der Überparteilichkeit, Spaltung und undemokratische Ausgrenzung. Sie soll zum anderen den verdeckten Führungsanspruch von bürgerlichen Parteivertretern ermöglichen, unter anderem der 'Grünen', der SPD und der Partei 'DIE LINKE' getarnt als Repräsentanten verschiedener NGO's.“ (Seite 141).

 

Es wäre doch ein schlechter Scherz, wenn die selbst ernannten Führer der FFF-Bewegung dem geplanten reaktionären Versammlungsgesetz von NRW vorauseilend Rechnung tragen würden! In dem reaktionären Gesetzesentwurf, gegen den insbesondere Jugendliche massenhaft rebellieren, ist vorgesehen, dass Demo-Anmelder "unliebsame" Demonstranten vorher aussortieren. Schon 2019 wurde bei den FFF-Demonstrationen geklärt, dass jede Partei mit ihrer Fahne auftreten kann - und das ist richtig! Damit man sieht, wer sich beteiligt, dass Ross und Reiter klar sind und dass man sich offen über die unterschiedlichen Vorstellungen und Programme auseinandersetzen kann. Wir setzen uns dafür ein, dass dies auf antifaschistischer Grundlage geschieht.

Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft!

Wir mobilisieren breit, tragen aktiv zum Gelingen der Demos bei und verbreiten unser Sofortprogramm zur Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft sowie das Buch: "Katastrophenalarm: Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur!" im Doppelpack mit dem Buch: "Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus“. Wir fördern und organisieren den gemeinsamen Kampf von Arbeiterbewegung, rebellischer Jugendbewegung und kämpferischen Umweltbewegung, bei dem die Arbeiter aus den Betrieben an der Spitze stehen.

 

Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft! Am 24.09. gemeinsam auf die Straße!