Internationalistische Liste / MLPD

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Bremen / Schwäbisch Gmünd: Gute Gespräche vorm Daimler-Tor und der erste Straßenumzug

Aus Bremen und Schwäbisch Gmünd wir der Rote Fahne Redaktion berichtet:

Korrespondenz
Bremen / Schwäbisch Gmünd: Gute Gespräche vorm Daimler-Tor und der erste Straßenumzug
Der erfolgreiche Stand vor dem Werkstor bei Daimler in Bremen (rf-foto)

Bremen: Perfektes Wahlkampfwetter und gute Gespräche am Daimler-Tor

Das Wetter war wirklich auf unserer Seite, als wir von der Internationalistischen Liste / MLPD am 8. September eine Kundgebung vor Tor 9 bei Daimler in Bremen veranstalteten. Wir hatten einen schönen Informationstisch aufgebaut, richteten uns mit vielen Redebeiträgen über Lautsprecher an die Kolleginnen und Kollegen und boten ihnen an den zwei Drehtüren unsere Wahlzeitung an.

 

Wir erreichten ca. 2000 Kollegen, die entweder rein- oder rausgingen. Etwa 500 Zeitungen wechselten die Besitzer sowie einige Wahlprogramme. Besonders in der ersten Hälfte gab es viel positives Feedback in Form von Victoryzeichen, freundlichen Gesichtern und Autos, aus denen im Vorbeifahren gehupt wurde. Revolutionäre Musik vom Band kam auch vielfach gut an.

 

Einige Kollegen sagten, dass sie am folgenden Samstag zu unserer Kundgebung kommen wollten. In den Beiträgen am Mikro verdeutlichten wir, dass der Kapitalismus die Ursache für all die Krisen weltweit und entsprechend verantwortlich ist - und dass nur der Kampf um den echten Sozialismus die Lösung ist.

 

Einige Arbeiter fragten überrascht, warum wir denn ausgerechnet vor Daimler eine Kundgebung abhielten. Wenn sich die Arbeiter weltweit zusammenschließen, sind sie die ausschlaggebende Kraft für den gesellschaftlichen Kampf für den Sozialismus! In einem Gespräch mit einem jungen Kollegen aus Russland, der eigentlich wegen seines Traums von Karriere, Haus und Familie die FDP wählen will, sich nicht lange bei Daimler am Band sieht und seine Zweifel an der Überwindung des Kapitalismus äußerte, zeigte unser Kollege auf den Betrieb und sagte, "Siehst du, da ist die Armee! Sie wissen es nur noch nicht!" Das Gespräch stimmte den jungen Kollegen nachdenklich. Ein weiterer Kollege von Daimler forderte seine Kollegen am Mikro auf, dieses Mal "keine halben Sachen" zu machen und am 26. September die Internationalistische Liste / MLPD zu wählen sowie in der Wählerinitiative mitzumachen.

 

Der Werkschutz kam auch raus und versuchte die anwesenden Polizisten dazu zu bewegen, gegen uns vorzugehen. Aber da hatte er keine Chance, denn es war von uns alles ordnungsgemäß abgesprochen worden und so zog er unverrichteter Dinge wieder davon.

Schwäbisch Gmünd: Der erste Umzug in der Weststadt

 Umzug im Wohngebiet in Schwäbisch Gmünd: „Wie groß ist die Partei denn …?“ Das gab es noch nicht im Wohngebiet Weststadt in Schwäbisch Gmünd: Ein Umzug mit Lautsprecherwagen und Musik der Internationalistischen Liste / MLPD und deren Direktkandidatin Marianne Kolb zur Bundestagswahl. Nicht nur für die Bewohner, auch für die Freunde und Genossen der Ortsgruppe war das neu.

 

Wird die Technik funktionieren? Gestern hat der Lautsprecher noch getan. Wie werden die Leute reagieren? Werden wir überhaupt jemanden antreffen und dann, … Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns auf den Weg. Nun ja, es waren nicht wirklich viele Leute unterwegs – noch waren Ferien.

 

Wenn es aber dann zu Gesprächen kam, gingen sie meist in die Tiefe. Manche meinten allerdings auch: „Sozialismus? Das hatte ich schon.“ Doch ein anderer – auch in der ehemaligen DDR aufgewachsen - sagte gleich: „Ich werde euch wählen, mit beiden Stimmen.“ So unterschiedlich ist die Verarbeitung der DDR-Vergangenheit. Doch noch oft wirkt der Antikommunismus, der den Verrat am Sozialismus durch eine verbürgerlichte Bürokratie als „Sozialismus“ ausgibt.

 

Ganz schön schwierig, eine Diskussion an einem Hochhaus zu führen. Wir hatten ja einen Lautsprecher und waren gut zu hören. Aber bei Gegenfragen mussten wir schon aufpassen: „Wie groß ist die Partei denn?“ Spontan war unsere Antwort: „Viel zu klein!“ - Aber dann besprachen wir uns: „Wir sind viel zu klein für das riesige Ziel, den Sozialismus als Freiheitsideal zu erkämpfen. Aber wir sind auch nicht allein. Wir sind weltweit in der ICOR, der Internationalen Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen mit über 60 Teilnehmern, zusammengeschlossen. In Deutschland hat es in den letzten Jahren keinen bedeutenden Streik ohne unsere aktive Unterstützung gegeben. Dass man von uns nicht viel hört, kommt von der Medienzensur, die uns antikommunistisch ausgrenzt.“