Coburger Tagblatt

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„Eine Zensur findet nicht statt.“ Oh doch!

„Eine Zensur findet nicht statt“, heißt es in Art. 5 des Grundgesetzes.

Korrespondenz aus Coburg

Offensichtlich aber doch! So durch den Chefredakteur des Coburger Tagblatts, Fajsz Deaky. Bisher hat es dieses Blatt fertig gebracht, den Eindruck zu erwecken, als gäbe es im Wahlkreis Coburg nur sechs Bewerber und eine Frau für ein Direktmandat. Tatsächlich gibt es davon dreizehn. Nach Protesten wurden dann drei weitere Kandidatinnen und Kandidaten als „politische Underdogs“ vorgestellt. Man will sich ja keine Blöße geben.

 

Der Direktkandidat der Internationalistischen Liste / MLPD, Stefan Engel, blieb dabei aber wieder außen vor. Dagegen protestierte ein Leser aus dem Wahlkreis mit einem Leserbrief, den er empört Rote Fahne News zur Verfügung stellte. Die Leserbriefredaktion des Coburger Tagblatts wollte zunächst diesen Leserbrief veröffentlichen. Dazu hatte die zuständige Redakteurin den Leserbriefschreiber bereits kontaktiert.

 

Doch hatte sie die Rechnung ohne den Wirt - sprich den Chefredakteur - gemacht. Der rief kurze Zeit später an und teilte dem Kollegen in seltener Offenheit mit, der Leserbrief werde auf keinen Fall erscheinen, weil sie nicht über die MLPD berichten. Die MLPD werde vom „Verfassungsschutz“ überwacht. Seit wann bestimmt denn der Inlandsgeheimdienst, wer wählbar ist und wer nicht? Von gleichen Wahlen kann ja wohl nicht die Rede sein, wenn die einzige Partei, die bei diesen Wahlen für den Sozialismus steht, in den Medien unterdrückt wird. Die gleiche Zeitung hat aber keinerlei Bedenken, Kandidaten faschistoider Parteien wie der AfD und der Partei die Basis (politischer Arm der „Querdenker“-Bewegung) vorzustellen. Das zeigt, wohin antikommunistische Verblendung führt: Zur Unterdrückung von Kritik an solchen Manipulationen der öffentlichen Meinung.

 

Die Leser von Rote Fahne News sind sicher gespannt was der Kollege geschrieben hat. Was wir hiermit dokumentieren.