Braunschweig

Braunschweig

Erfolgreicher Protest gegen „Die Rechte“

Am Samstag, dem 11. September, Vortag der Kommunalwahl, wurde die Faschistenpartei „Die Rechte“ zum Aufgeben gebracht! Sie hatte über den Tag verteilt drei Kundgebungen an drei verschiedenen Plätzen angemeldet. Trotz überregionaler Mobilisierung kamen nur ca. 50 Faschisten.

Von MLPD Braunschweig
Erfolgreicher Protest gegen „Die Rechte“
Kämpferische und kulturvolle Kundgebung der antifaschistischen Aktionseinheit in Braunschweig (rf-foto)

Nach den ersten beiden Gegenkundgebungen sind sie am 3. Platz gar nicht mehr aufgetaucht! Ein großer Erfolg der Braunschweiger Antifaschisten!

 

Dabei ist in Braunschweig die antifaschistische Bewegung leider noch gespalten. Führende Leute im "Bündnis gegen rechts" sind Antideutsche, z. B. Sebastian Wertmüller, der die MLPD schon vergeblich aus dem Bündnis gegen Polizeigesetze werfen wollte. Unter dem Vorwand, mehr sei zeitlich nicht zu schaffen, hatten sie nur zwei Gegenkundgebungen angemeldet. Ausgerechnet keine im Siegfriedviertel, wo Paul Deutsch, MLPD, schon mehrfach von den Faschisten bedroht wurde und „Die Rechte“ regelmäßig Infostände auf dem Markt durchführt. Vielen im Bündnis war das vielleicht nicht bewusst, aber bei führenden Leuten war das eindeutig antikommunistisch motiviert. Bei der ersten Gegenkundgebung in der Innenstadt mit ca. 500 Leuten wurde sogar das Gerücht verbreitet, im Siegfriedviertel sei nichts, obwohl die von uns initiierte Kundgebung in der Presse angekündigt war.

 

Internationalistische Liste / MLPD und REBELL haben in wenigen Tagen zusammen mit Anwohnern und Mitgliedern von Solidarität International, Kulturverein Mosaik, Frauenverband Courage und der Umweltgewerkschaft eine Aktionseinheit gebildet und eine kämpferische und kulturvolle Gegenkundgebung mit offenem Mikrofon organisiert. Für Livemusik sorgte die Hamburger Band Peperoni. Herzlichen Dank! Wir trugen das Transparent „Gib Antikommunismus, Faschismus, Rassismus & Antisemitismus keine Chance!“.

 

In einem Redebeitrag wurde begründet, wieso das untrennbar zusammengehört, und die antikommunistisch motivierte Spaltung angegriffen. Diese Spalter haben aus 1933 nichts gelernt! Der Hitlerfaschismus hatte das Ziel der „Vernichtung des Bolschewismus“. Die damals noch sozialistische Sowjetunion war die Hauptkraft im Sieg gehen die Hitlerfaschisten und brachte die größten Opfer. Auch heute sind die Faschisten die aggressivsten Antikommunisten, wie Kiese, Landesvorsitzender der Rechten, selbst bewies. Er rollerte zweimal auf seinem E-Roller mit Gebrüll: „Kommunisten töten!“ an uns vorbei.

 

Ein schönes Zeichen gegen die Spaltung war, dass eine Antifaschistin der Initiative ART, die die dritte Gegenkundgebung mit ausrichtete, extra auch bei uns teilnahm und mehrere Beiträge am offenen Mikrofon hielt. Sie berichtete über die Vielzahl von faschistischen Bedrohungen und tätlichen Angriffen aus der letzten Zeit, u.a. durch den wegen schwerer Körperverletzung vorbestraften Pierre Bauer. Wir sendeten dann später auch eine Delegation zur dritten Kundgebung, bei der die Faschisten aber nicht mehr ankamen.

 

Die Direktkandidaten der Internationalistischen Liste/MLPD, Paul Deutsch und Philipp Schwartz, machten die faschistischen Drohungen gegen Paul publik. Eine besonders dreiste Antideutsche hinderte das nicht, Paul anzumachen mit „Verpiss dich!" Ungeheuerlich!

 

Allein am Wochenende riefen Faschisten mehrfach bei Paul an. Am Freitag bedrohten sie ihn bei einem Werbeeinsatz auf dem Markt. Philipp verdeutlichte, dass der ganze Stadtteil die Faschisten ablehnt, denn sie richten sich gegen Migranten, Flüchtlinge und Arbeiter, sind Kettenhunde des Kapitals. Ein Anwohner bedankte sich ausdrücklich für die Gegenkundgebung und unseren Mut, Gesicht zu zeigen, Er sagte, viele Anwohner freuen sich, dass was gegen die Faschisten gemacht wird, hätten aber Angst, sich offen zu zeigen. Das merkte man auch daran, das viele an den Wohnungsfenstern standen.