Revolutionärer Weg 36

Revolutionärer Weg 36

Hilfreiche Auseinandersetzung in der öffentlichen Studiengruppe

„Jetzt erfahre ich mal, in was für einem Land ich lebe!“ So ein Fazit eines Teilnehmers bei unserer öffentlichen Studiengruppe zum Buch von Stefan Engel „Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus“.

Dieses Mal waren die Kapitel 3.4. "Der Weg der SPD zur antikommunistischen 'Volkspartei'"und 3.5. "Die neue Ostpolitik der SPD und die Gründung der DKP" dran. Dass die SPD so qualifiziert wird, das hat ihn nicht verwundert. „Ich kenne die SPD nicht anders. Wie alle bürgerlichen Parteien verkaufen sie sich für Geld und Karriere. Sie betreiben Spaltung und die Führungen der Parteien streben zum Geld und zur Macht.“

 

Der Charakter der SPD war vor langer Zeit ja durchaus revolutionär. Das haben sie aber gründlich verspielt und bewusst geändert! Darauf konnte sich die Studiengruppe auch schnell einigen. Es war aber gerade für den Teilnehmer, der in der ehemaligen DDR in den 1970-er und 1980-er Jahren groß geworden ist, eine wichtige Auseinandersetzung, dass die Entwicklung zur antikommunistischen Volkspartei nach dem II.Weltkrieg eine bewusste Entscheidung der SPD- Führung war.

 

Dass die SPD aber auch die Radikalenerlasse zu verantworten hat, das hat ihn regelrecht empört! „3,5 Millionen Überprüfungen, das hat ja bedeutet, dass 10 von 100 Beschäftigten damals überprüft wurden!“ Das will er unbedingt breiter bekannt machen. V.a. auch, dass die Internationalistische Liste / MLPD die Aufhebung der antikommunistischen Berufsverbote und Entschädigung der Opfer fordert. „Das weiß doch keiner“.

 

Zu den weiteren Treffen kommt er auf jeden Fall! „Es ist so hilfreich, sich hier auseinanderzusetzen. Jetzt erfahre ich mal, in was für einem Land ich lebe!“


Nächste Öffentliche Studiengruppe in Berlin: Montag, 27. September um 18 Uhr im Treff International, Reuterstraße 15, 12059 Berlin, Nähe Hermannplatz