Kundgebung mit Gabi Fechtner in Duisburg

Kundgebung mit Gabi Fechtner in Duisburg

Mit starken Argumenten gegen Regen und Polizeiwillkür

Trotz ständig leichtem Regen und zwischenzeitlich heftigen Regengüssen sind Kundgebung und Rede mit der Spitzenkandidatin der Internationalistischen Liste / MLPD, Gabi Fechtner, am 10. September in Duisburg nicht ins Wasser gefallen.

Korrespondenz
Mit starken Argumenten gegen Regen und Polizeiwillkür
(rf-foto)

Gleichzeitig zollte sie den Zuhörern, die an den wenigen regengeschützten Stellen weiterhin aufmerksam ihrer Rede folgten, für diese Hartnäckigkeit ihren Respekt. Das war insgesamt eine auffallende Stärke ihrer Rede, Beobachtungen der Ereignisses in der und um die Kundgebung herum direkt und gekonnt aufzugreifen.

Nur noch Krisen, eine Ursache: Kapitalismus

Als die Polizei auf Veranlassung der Kaufhausverwaltung den Vorplatz des Eingangsbereichs, der Zuhörerinnen und Zuhörern als Unterstellmöglichkeit diente, räumte und zusätzlich ihr Fahrzeug auf Dauerhupen einstellte, griff sie das sofort als antikommunistische Wahlbehinderung an. Daraufhin verstummte das Polizeisignal. Die kleine Polizeikette aber blieb trotzig stehen - als Symbol dafür, wer hier das Sagen hat. Dann nahm sie die Diktatur der Monopole ins Visier, die die Wurzel aller wesentlichen Probleme ist. Dafür gab es spontan Zwischenapplaus.

 

Als sie die soziale Demagogie der AfD angriff, führte sie aus: „Die Landtagsfraktion in Thüringen hat über 260 Anfragen, Anträge und Gesetzesentwürfe zum Thema Ausländer und Asyl eingebracht“. Sie fragte die Zuhörerschaft: „Wie viele Anfragen oder Anträge hat die AfD zu Fragen der Lebensverhältnisse, Löhne oder anderen sozialen Fragen eingebracht?“ Einstellige Zahlen wurden zurückgerufen. Aber, so Gabi Fechtner: „Es waren genau null!


Zur Situation der Stahlproduktion in Duisburg führte sie aus: Ja zur Wasserstofftechnologie! Aber so ist es ein betrügerisches „Greenwashing“, wenn thyssenkrupp die Umstellung der Stahlproduktion auf Wasserstoffbasis mithilfe von Strom durch Erdgas durchführen will, statt mit grünem Strom aus erneuerbaren Energien. Damit wird die gesellschaftliche Verwirrung darüber, was gut und was falsch ist, weiter verstärkt. Andererseits ist das Bedürfnis, mehr und konsequent die Umwelt zu schützen, mittlerweile groß. Sie nahm das zustimmende Nicken eines Polizisten aus der Polizeikette auf und bat einen Verkäufer des Buches „Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus“ von Stefan Engel, das blaue Buch doch einmal hoch zu halten. „Mit diesem Buch wollen wir den Menschen helfen, sich Klarheit zu verschaffen und sich mit dem Mythos der Ideologiefreiheit und der Staatsreligion in Deutschland dem Antikommunismus auseinanderzusetzen.“

Nur noch Krisen, eine Lösung: Sozialismus!

Gabi Fechtner stellte das Internationalistische Bündnis als ein Bündnis aus über 40 Trägerorganisationen und vielen Einzelpersonen vor. Die Internationalistische Liste / MLPD steht für ein grundsätzlich anderes System, den echten Sozialismus.

 

Im Anschluss an die Kundgebung gelang es dem Straßenmusiker Karl Nümmes in kurzer Zeit, eine Gruppe Jugendlicher in sein Solidaritätslied mit dem Streik der Lokführer einzubeziehen und so noch einmal für Aufmerksamkeit zu sorgen. Zum Abschluss der Veranstaltung stellten sich die beiden Duisburger Kandidaten Peter Römmele und Dr. Günther Bittel und zwei weitere Direktkandidaten aus umliegenden Wahlkreisen, Gabi Georgiou und Genja Raboteau, vor.