Argentinien

Argentinien

Niederlage bei den Vorwahlen für die peronistische Fernandez-Regierung

Am 12. September fanden die Vorwahlen ( P.A.S.O) für die argentinischen Parlamentswahlen am 14. November statt. Die Kandidaten der rechten oppositionellen Koalition Juntos (PRO und UCR) gewannen mit circa 40 Prozent der Stimmen gegenüber 30 Prozent für die Regierungskoalition Frente de Todos. Frente des Todos verlor fast 5 Millionen Wählerstimmen gegenüber 2019.

Korrespondenz

Die Nichtwähler sind auf 32 Prozent gegenüber 19 Prozent in 2019 gestiegen. Die Revolutionäre Kommunistische Partei Argentiniens (PCR), die selbst Teil des Bündnisses Frente de Todos ist, titelt in ihrer Zeitung Hoy vom 14. September: „Das Wahlergebnis verlangt, den Massen zuzuhören“.

 

Große Hoffnungen in die peronistische Fernandez-Regierung wurden inzwischen enttäuscht. Während sich Monopole und Grundbesitzer der Agrarindustrie, Mega-Bauunternehmen, Ölkonzerne, Banken und der IWF in der Krise weiter bereichern, leiden die argentinischen Massen in der anhaltenden Weltwirtschafts- und Finanzkrise sowie Corona-Krise massiv. Mit 113.640 Corona-Toten ist Argentinien - gemessen an der Bevölkerungszahl - eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder weltweit. Unzufriedenheit und Wut über die Politik der Regierung wachsen und Massenproteste gegen Armut, Arbeitslosigkeit, Hunger und eine umweltzerstörerische Ausplünderung der Rohstoffe des Landes (u. a. Lithium, Gold) nehmen zu.