Medienzensur

Medienzensur

„Recklinghäuser Zeitung“ und „Remszeitung“ ignorieren Kandidaten

Eine ganze Reihe von regionalen Zeitungen und Medien berichten über den Wahlkampf der Internationalistischen Liste/MLPD und porträtieren sachlich Direktkandidatinnen und -kandidaten und ihre Ziele.

Von Korrespondenten

Umso krasser stechen einige Fälle undemokratischer Medienzensur ins Auge. So schreibt Klaus Dumberger, Direktkandidat der Internationalistischen Liste / MLPD in Recklinghausen I, Wahlkreis 12, an den zuständigen Redakteur der Recklinghäuser Zeitung:

 

"Leider haben Sie auf meine Beschwerde vom 5. September 2021 über die eingeschränkte Vorstellung der Bundestagskandidaten im Wahlkreis in Ihrer Zeitung nicht reagiert. Das finde ich keinen guten, demokratischen Stil. In ihrer Ausgabe vom 9. September 2021 treiben Sie diese Form der Ignoranz noch weiter, indem Sie schreiben: 'Bei der Bundestagswahl bestimmen Sie, wer künftig für Recklinghausen, Castrop-Rauxel und Waltrop im Bundestag sitzt. Hier sehen Sie unsere Wahlarena für Ihren Wahlkreis im Re-Live. Die Kandidaten für den Wahlkreis Recklinghausen I. Von links nach rechts: Marlies Greve (FDP), Frank Schwabe (SPD), Michael Breilmann (CDU), Nils Stennei (Grüne), Lutz Wagner (AfD) und Uwe Biletzke (Linke).' Mit der Formulierung 'Die Kandidaten für den Wahlkreis ...' vermitteln Sie der Leserschaft den Eindruck, die sechs oben genannten seien alle Kandidaten aus dem Wahlkreis 121. Ich halte das für manipulativ und einer der demokratischen Meinungsbildung verpflichteten Zeitung nicht würdig. Ich verlange nicht, dass sie dem Sozialismus / Kommunismus gegenüber aufgeschlossen sind, aber ich erwarte, dass Sie eine demokratische Einstellung haben."

 

Ein Korrespondent aus Schwäbisch Gmünd berichtet: "Es geht die Sage, dass irgendein König oder Herzog die Ulmer Bäcker angewiesen habe, ein Gebäck zu backen, in dem sich „das Licht dreimal bricht“. Sie sollen daraufhin die Brezel erfunden haben. Irgend so etwas muss dem Chefredakteur der Remszeitung in Schwäbisch Gmünd auch vorgeschwebt haben, als wir uns von der Wählerinitiative 'Marianne Kolb' der Internationalistischen Liste / MLPD bei ihm einfanden, um dagegen zu protestieren, dass er unsere Direktkandidatin nicht in seiner Zeitung vorgestellt hat. Heute war bereits die zweite Ausgabe erschienen, in der sich die Vertreter der bürgerlichen Parteien ausgiebig darstellen konnten. Seine Erklärung: 'Wir bringen die Vorstellung von den Vertretern der im Bundestag vertretenen Parteien.' Auf unsere Frage, was denn das für eine Begründung sei, schob er noch nach, dass die Zeitung voll wäre, wenn sie über alle Direktkandidaten in Schwäbisch Gmünd berichten würde. Dabei ist die Zeitung seit Tagen voll von Wahlkampf … der im Bundestag vertretenen Parteien! „Triell“, „Scholz übt sich in Vorwärtsverteidigung“, „Söder meint ...“, Laschet ist da und da, oder so wichtige Fragen wie die Farbe der Kleidung von Annalena Baerbock!

 

Nun hält die Presse ihr Standespathos gerne mal hoch. Im Falle der Remszeitung heißt das: „Klarheit – Tag für Tag“. Darauf haben wir ihn angesprochen: Die Ausgrenzung unserer Direktkandidatin bedeutet, den Wählern Informationen, Klarheit, dass es Alternativen gibt, vorzuenthalten. Immerhin macht Marianne Kolb seit Jahrzehnten politische Arbeit in Schwäbisch Gmünd. Ob in der Friedensbewegung, in der Frauenarbeit oder für die Marxistisch-Leninistische Partei. Sie ist Mutter von drei Kindern, kennt die Familien-, Kindergarten-, Schul- und Verkehrssituation in Schwäbisch Gmünd. Sie weiß um den Beitrag der Vereine in der Jugendarbeit und ist selbst leidenschaftliche Sängerin im Gmünder Gesangsverein. Als Vorstand eines Arbeiterhaushalts kennt sie die kleinen und großen Sorgen der Menschen mit kleinem Einkommen: Um Geld, um die Frauenrente, bei der täglichen Zeiteinteilung. Sie hebt sich damit von den Parteien im Bundestag wohltuend ab, machen diese doch seit Jahrzehnten Politik an den Menschen vorbei.