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Straßenumzug in Katernberg: "Das war toll!"

„Das war toll!“ - so die Bilanz einer Kollegin zum Umzug mit Bollerwagen und Live-Musik in Essen-Katernberg. Sie hat die MLPD und die Wahlkämpferbewegung „Die Internationalisten“ erst vor kurzem beim Picknick in Altenessen kennengelernt. Im vom Bergbau geprägten Wohngebiet kamen viele - oft migrantische - Familien aus den Gärten, ans Fenster, klatschten und der Daumen ging hoch.

Korrespondenz
Straßenumzug in Katernberg: "Das war toll!"
Der Straßenumzug im Bergarbeiterviertel Katernberg-Beisen wurde unterstützt vom Berliner Liedermacher und Straßenmusiker Nümmes (rf-foto)

„Wir sind die einzige Partei, die nicht sagt, wir machen was für Euch. Werdet selbst aktiv, organisiert Euch für eine grundlegende Veränderung, setzt Euch mit der Perspektive des echten Sozialismus auseinander!" Das forderte heraus.Besonders Frauen trugen sich in die Mitmachlisten ein. Kinder und Erwachsene bedienten die Spendendose. Auffällig war, dass sich viele sehr tiefgründig mit den verschiedenen Parteien und Politikern beschäftigen. Eine junge Frau schwankte zwischen der Partei „Die Linke“ und den Grünen. Sie wolle eine Opposition im Parlament, die Umweltfrage sei ihr auch sehr wichtig. Dass die Linkspartei keine grundlegende revolutionäre Veränderung anstrebe und die Grünen eine Politik für die Monopole machen, weckte ihr Interesse, sich intensiv mit den Wahlkampfmaterialien und dem Klimaschutzprogramm der MLPD zu befassen.

 

Ein junger Familienvater leidet als Selbständiger unter der Steuerlast. Er begrüßte die Forderung für eine umsatzbezogene Sozialsteuer zur Entlastung von Kleinunternehmen und Beschäftigten und dass sich eine revolutionäre Arbeiterpartei den Belangen von Gewerbetreibenden, Klein- und Mittelbauern usw. annimmt. Die oft herzliche Offenheit verband eine junge Mutter mit der Verabredung für einen Besuch, um sich über das Parteiprogramm auszutauschen.

 

Bei allen Umzügen gewannen wir mehrere neue Mitstreiter und Kontakte für den Jugendverband REBELL. Nach erstem Zögern ist es Standard geworden, das Buch „Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus“ bei jedem Gespräch anzubieten. In Altenessen griff eine junge Frau zu, die die MLPD durch ihre Initiative für den Kampf gegen die Krankenhausschließungen und für die Wahlzulassung kannte.

 

Einige sind sehr interessiert. Ein Anwohner: Er wisse nicht mehr „wo rechts und links ist“. Immer gibt es auch polarisierte Auseinandersetzungen. Manche Skepsis muss noch überwunden werden, um immer Spenden zu sammeln. Schnell kamen Zehn– und Fünf-Euro-Scheine zusammen, wenn um Unterstützung für den Druck der Wahlprogramme gebeten wurde.