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U 18-Wahlen: Steigendes politisches Interesse

Die U 18-Wahl fand dieses Jahr in über 2300 Wahllokalen statt.Vor vier Jahren waren es 900. Eine große Zahl haben Jugendliche selber organisiert.

Korrespondenzen
U 18-Wahlen: Steigendes politisches Interesse
Bei der U18-Wahl gibt es keine Altersbeschränkung und keinen Ausschluss von Kindern und Jugendlichen ohne deutschen Personalausweis (rf-foto)

Die CDU/CSU erhielt mit 17 % der Stimmen 11 % weniger als 2017; die Grünen stiegen wegen des wachsenden Umweltbewusstseins an von 16 auf 21 %, während die SPD bei knapp 20 % gleich blieb. Auch die FDP stieg von 6 auf 12 %, die Linke verlor etwas von 8 auf 7,5 %. Die AfD hatte schon immer bei der in der großen Mehrheit antifaschistischen Jugend nur halb so viele Stimmen wie bei den Erwachsenen; jetzt verlor sie bundesweit noch einmal 1 % und erhielt 5,8 %.

 

Eine deutlichere Polarisierung ist im Vergleich zwischen einigen Bundesländern sichtbar: Während in Berlin die Grünen mit fast 28 % stärkste Kraft wurden , erhielten sie in Sachsen nur 14 und in Thüringen nur 8 %. Umgekehrt ist die AfD in Berlin unter 5 %, während sie in den beiden anderen Bundesländern jeweils die meisten Stimmen erhielt mit 17 % in Sachsen und 16,3 % in Thüringen. Das Interesse der U 18-Wähler an der Umwelt zeigt sich auch noch an dem Wahlergebnis der Tierschutzpartei mit 5,7 %. Wie in früheren Jahren kamen die „Sonstigen“ mit 11,8 % auf rund doppelt so viel Stimmen wie bei den Erwachsenen. Das Ergebnis dieser Parteien, darunter die MLPD, wird wohl erst am Montag bekannt gegeben.