Wahlkampfsplitter

Wahlkampfsplitter

Von Stuttgart bis Dortmund - lebendiger Straßenwahlkampf der Internationalistischen Liste/MLPD

Laut Meinungsumfragen haben 40 Prozent der Bevölkerung sich noch nicht entschieden, wem sie am 26. September ihre Stimme geben. Die Internationalistische Liste / MLPD diskutiert im offensiven Straßenwahlkampf mit zehntausenden Menschen und kämpft um jede Stimme. Denn jede Stimme verleiht der sozialistischen Perspektive Gewicht, stärkt die Bewegung "Gib Antikommunismus keine Chance!"

Rote Fahne
Von Stuttgart bis Dortmund - lebendiger Straßenwahlkampf der Internationalistischen Liste/MLPD
Das gemütliche Wahlkampfpicknick im Thälmann-Viertel in Eisenach (rf-foto)

Wahlkundgebung vor Daimler Mettingen auf „halböffentlicher Fläche“ ohne Behinderungen durchgeführt

Auf unsere Anmeldung hin bekamen wir die Kopie des Schreibens des Ordnungsamtes an Daimler zugesandt, in der es heißt: „Aus öffentlicher Sicht sprechen keine Gründe gegen die Durchführung der Versammlung (auf der „halböffentlichen Fläche“). Sollte diese den Betriebsablauf stören, können Sie von ihrem Hausrecht Gebrauch machen“. Merke: Im Daimler-Land entscheidet die Werkleitung über das Versammlungsrecht! Mit Volker Kraft, der dienstältester Betriebsrat und Schwerbehindertenvertreter bei Daimler war, den immer noch sehr viele Kolleginnen und Kollegen kennen und für seinen Standfestigkeit respektieren, war die Aktion fast schon ein Heimspiel. Er wie auch Julia Scheller als Krankenschwester, stehen für „Arbeiter in die Politik“. Deshalb sprachen wir auch an: „Nur noch Krisen. Diesmal die revolutionäre Arbeiterpartei MLPD wählen“. Oft war aber notwendig, die Kollegen herauszufordern, im Interesse ihrer Zukunft mit der Wahl der Internationalistischen Liste / MLPD eine Entscheidung zu treffen. Zustimmendes Nicken wenn wir sagten, dass die Frage der Arbeitsplätze, die zu Hunderrttausenden, gerade in der Automobilindustrie, durch die Umstellung auf E-Mobilität und Digitalisierung auf kapitalistischer Grundlage bedroht sind, kein Thema im Wahlkampf der Monopolparteien ist.

Eisenach: Wahlkampfpicknick im Thälmann-Viertel unterstützt den Protest der Anwohner

Für lebhaftes Interesse der Anwohner sorgte unser „Wahlkampfpicknick“ im Eisenacher Thälmann-Viertel. Mit Kurzreden wandte sich die Wählerinitiative mit ihrer Direktkandidatin Lea Weinmann an die Bevölkerung. Schnell kamen wir mit Nachbarn ins Gespräch. Zeitweise waren wir mit zehn bis 15 Leuten gleichzeitig im Gespräch. In dem Wohngebiet hat sich eine Initiative gegründet, um den Neubau eines Altenwohnheims auf der grünen Wiese mit Abholzung von 18 alten Bäumen und die Verlegung des beliebten Elefanten-Spielplatzes zu verhindern. Vertreter des Kommunalwahlbündnis Eisenacher Aufbruch hatten bereits vorher Kontakt zu der Initiative aufgebaut. Das Thälmann-Viertel wurde in den 1950er-Jahren geplant und repräsentiert noch einen sozialistischen Wohnungsbau, mit viel Grünflächen, einem großen Spielplatz, Schule und Kindergarten sowie Einkaufsmöglichkeiten im Wohngebiet. Während Klaus Stöber, der AfD-Direktkandidat aus dem Wartburgkreis, davon faselt, dass die CDU einem „Kommunisten“ an die Regierung verholfen hätte (damit ist Bodo Ramelow gemeint, der mit einem Kommunisten soviel zu tun hat wie Stöber mit einem Demokraten, nämlich gar nichts), steht die Internationalistische Liste / MLPD für: Nur noch Krisen, eine Lösung – Sozialismus!

Hattingen: „Ich bin Pragmatiker“ - das war das Stichwort

Bei unseren Aktionsständen zum Wahlkampf der Internationalistischen Liste / MLPD in der Hattinger Innenstadt werben wir auch für das Buch „Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus“. Am 4. September kam ich mit einem freundlichen Vater mit kleinem Sohn ins Gespräch. Nach meinem Einstieg: „Hallo, die Krisen des Kapitalismus bedrohen sogar die Existenz der Menschheit, es drängt wieder über Sozialismus zu sprechen“, wehrt er erstmal ab: „Ich bin doch Unternehmer“. Da er so gar nicht wie ein Monopolkapitalist aussah, fragte ich nach. Ja, er habe eine Firma und sei auch wissenschaftlich im Bereich der Informatik tätig gewesen. Ich bringe die nötige Verbindung von Arbeitern, kleinen und mittleren Unternehmern vor. Dann stelle ich ihm das Buch über die Krise der bürgerlichen Ideologie vor. Er dazu offenherzig: „Ich bin Pragmatiker.“ Ich denke „hoppla – was für eine Steilvorlage und bemerke, dass das Buch sich unter anderem genau damit befasst. Und: „Wie will denn der Pragmatismus, der bei der Betrachtung der Prozesse in Natur und Gesellschaft an der Oberfläche stehen bleibt, die inneren Widersprüche dieser Prozesse und damit den Weg zu ihrer Lösung erkennen? Er wird nachdenklich. Leider drängt die Zeit, er muss noch einkaufen. In einer sehr freundlichen Atmosphäre verabschieden wir uns und er bedankt sich für das Gespräch.

Halle: Erfolgreicher Straßenumzug und Buchvorstellung mit Reinhard Funk

Letzten Sonnabend mitten im Stadtteil Lutherviertel in Halle an der Saale, versammelten sich die ersten Wahlkämpfer der Wählerinitiative "Adrian Mauson" nach einem erfolgreichen Straßenumzug durch das Wohngebiet und bauten eine kleine Tafel mit Kaffee und Kuchen auf. Hier fand später, mit mehr als einem Dutzend Menschen - Frauen, Männer und gut die Hälfte Kinder und Jugendlichen unter 30 Jahre - eine Diskussionsveranstaltung mit Reinhard Funk vom Zentralkomitee der MLPD zum aktuellen Buch von Stefan Engel: "Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus" statt. Ein guter Tag auf dem wir weiter aufbauen werden. 

Dortmund: Mit den Rotfüchsen auf Straßenumzugs

Gemeinsam mit der Wohngebietsgruppe der MLPD und dem REBELL haben sich auch die Kinder der ROTFÜCHSE Dortmund am Straßenumzug der Internationalistischen Liste / MLPD mitten in unserem Wohngebiet beteiligt. Unser Rotfuchsraum war der Treffpunkt: Wir hatten eine Lautsprecheranlage, unsere Rotfuchsfahne sowie Flyer der Direktkandidatinnen dabei - eine davon führt die Rotfuchstreffen immer durch. Weiter hatten wir einen Ball, Kreide und Rotfuchsaufkleber dabei! Mit Musik und Ansprache sind wir losgelaufen – da es leider etwas geregnet hat, waren nicht ganz so viele Menschen auf der Straße. Als wir dann in dem ersten Innenhof im Wohngebiet ankamen, sangen wir Lieder und fingen an uns vorzustellen. Die ersten Mütter die im Hof saßen, fingen an zu klatschen und Kinder schauten aus dem Fenster. Die Rotfüchse erzählten, dass sie dabei sind, weil sie für die Rettung der Natur sind. Sie waren selber in Hagen und haben geholfen, Schlamm aus den Häusern zu holen und haben gesehen, was passiert, wenn wir nicht sofort aktiv werden. Wir riefen unseren Rotfuchsschlachtruf und sangen den Refrain des Rotfuchslieds. Die Mütter, die uns zuhörten, sagten: „Wir kennen die MLPD schon von unseren Nachbarn. Gut was ihr macht“. Kinder kamen aus den Häusern und kannten die Rotfüchse schon von „damals“. Sie wollen jetzt vielleicht auch wieder mitmachen. Auf jeden Fall haben wir uns für nächsten Freitag zum Rotfuchstreffen verabredet. Sie nahmen Aufkleber der Rotfüchse und wollen sie kleben gehen und uns auch bekannt machen. Beim nächsten Rotfuchstreffen wollen wir das Rotfuchslied üben, damit wir besser werden und es vielleicht auf dem Jugendkonzert des REBELL zur Solidarität mit dem afghanischen Volk aufführen können.