InternationalsitischeListe / MLPD

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Vorm Siemens-Tor, Kulinarische Politik und Straßenumzug in Tübingen

Die Rote Fahne Redaktion veröffentlicht fast täglich Wahlkampfsplitter - aus dem Bundestagswahlkampf der Internationalistischen Liste / MLPD.

Von Korrespondentinnen und Korrespondenten

Mülheim an der Ruhr, Siemens Energy: Erfolgreiche Kundgebung am Tor - für Arbeitsplätze und Umweltschutz!

Schichtwechsel am Autotor bei Siemens Energy mit Hannes Stockert, dem Direktkandidaten der Internationalistischen Liste/ MLPD in Mülheim-Ruhr. Wir waren „bewaffnet“ mit einer starken Lautsprecheranlage, um die Kollegen bei diesem Autotor gut zu erreichen. Die Kurzreden, das super Wetter, die gute Laune der Wahlkämpfer steckten offenbar die Kollegen beim Rein- und Rausfahren an. Sie merkten: Das ist einer von uns. Nach dem Motto: Arbeiter in die Politik – mit Arbeiterpolitik! Ein Mann vom Werkschutz wollte uns erst weiter wegschicken, weil angeblich der Platz auf dem Werksgelände sei; das ließen wir uns freundlich, aber bestimmt, nicht gefallen. Dass Demokratie am Werkstor aufhört und die Arbeiterinteressen draußen bleiben sollen, das sehen die Kollegen offenbar anders. 80 bis 100 Kandidatenflyer samt Wahlprogramm und Wahlzeitung wurden übergeben. Ein Kollege berichtet, dass man im Betrieb nichts über die Abbaupläne hört, auch unter Kollegen gebe es keine Diskussionen. Dreist wird für den Jobabbau die notwendige Umstellung auf erneuerbare Energien vorgeschoben. Das geht wohl kaum ohne Arbeiter!

Tübingen: Straßenumzug mit Direktkandidatin

Mit zehn Leuten, einem schön gestalteten Bollerwagen und Lautsprecher zogen wir los: Zum ersten Straßenumzug bei Wahlen - also Neuland für uns. Unsere Direktkandidatin Caudia Lenger-Atan war natürlich dabei. Von einem kleinen Platz aus ging es zu Blöcken im Wohngebiet. Themen der Reden waren unter anderem die Wohnungfrage in der fünftteuersten Stadt der Republik.Auch die Frage der "verschenkten" Stimme wurde angesprochen: Wenn man sieht, dass die sogenannten großen Parteien seit Jahrzehnten genau das nicht umsetzen, was sie derzeit wieder versprechen, ist eine Stimme an sie wirklich verschenkt. Etliche Fenster öffneten sich. Ein guter Einstieg, den wir unbedingt ausbauen müssen!

Achim Czylwick – überzeugender Auftritt in der Gebläsehalle Hattingen

Das Jugendparlament Hattingen veranstaltete zusammen mit „Demokratie leben“ am 14. September im LWL-Industriemuseum eine Podiumsdiskussion mit allen Direktkandidaten des Wahlkreises EN II zur Bundestagswahl. Achim Czylwick, als Direktkandidat der Internationalistischen Liste / MLPD, leistete dazu einen überzeugenden Beitrag, der natürlich auch polarisierte. Der Abend war ein Kontrastprogramm zu den derzeitigen TV-“Triells“ der bürgerlichen Politprominenz. Hier hatte jeder Kandidat die gleiche Redezeit. Achim Czylwick hatte die Möglichkeit, vielfältig das Profil der Internationalistischen Liste / MLPD vorzustellen. Er fand klare Worten für eine revolutionäre Veränderung hin zu einer vom Profitsystem befreiten, sozialistischen Gesellschaft. Auch seine Argumente für den Schutz der Bevölkerung weltweit vor der Corona-Pandemie durch Impfung, Testen usw. statt Schutz der Profite der Konzerne wurden vom Publikum unterstützt. Die Kandidaten von CDU, SPD, Grünen, FDP, von dieBasis, Freie Wähler, Piraten und Die Partei (der Kandidat der Linkspartei hatte abgesagt) brachten ihr bürgerliches oder kleinbürgerliches Programm ein. Der Kandidat der AfD isolierte sich von Anfang an mit rassistischen Parolen. Ein Besucher kaufte am Schluss das Buch „Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus“.

Lübeck: Wählen, was uns „schmeckt“

An unserem Stand treffe ich die 17-jährige Schülerin Sophie. Ob sie denn die MLPD wählen würde, wenn sie wählen dürfte. Nein, denn die MLPD habe ja keine Chance, über die Fünfprozenthürde zu kommen. Da würde sie eher ein kleineres Übel wählen. Ich frage sie, wie sie sich an einem Buffet entscheiden würde. „Da gibt es drei Hauptgerichte. Ich weiß, dass mir von allen übel wird. Wähle ich das kleinste Übel? Etwas ins Abseits gestellt gibt es ein Gericht, das mir schmeckt und gesund ist. Warum wählst du nicht das?“ „Ja,“ antwortet sie, „in dem Fall ist das richtig, aber bei den Wahlen hat die MLPD doch keine Chance.“ Aber wie soll die MLPD gestärkt werden, wenn sie nicht alle wählen, denen sie „schmeckt“? Jede Stimme für die Internationalistische Liste / MLPD stärkt das Ansehen der sozialistischen Alternative zum Kapitalismus und der kämpferischen Opposition. Was wir uns denn darunter vorstellen, will Sophie wissen. Ich erzähle ihr von unserem vierjährigen Kampf gegen die Deponierung von Atommüll auf unsere Hausmülldeponie. Lebhaft stimmt sie zu. Das überzeugte Sophie. Ob sie nicht im REBELL mitmachen will? Sie will sich auf der Homepage des REBELL Lübeck informieren und dann Kontakt aufnehmen.