MAN-ES Oberhausen

MAN-ES Oberhausen

Weitere Verschärfung der Ausbeutungsoffensive

Stinksauer reagierte die Masse der Belegschaft von MAN Energy Solutions in Oberhausen auf die Ankündigungen des Vorstandes zur weiteren Steigerung der Ausbeutung der Belegschaft. Ein sehr brisantes Thema, und so hatte sich auch erstmals der Personalvorstand des VW-Konzerns, Gunnar Kilian, auf den Weg nach Oberhausen gemacht, um der Werksleitung auf der jüngsten Betriebsversammlung beizustehen.

Korrespondenz

Warum, wurde schnell klar. Nachdem bereits jetzt 76 Prozent der gegen den Willen der Masse der Belegschaft beschlossenen Einsparungen in Höhe von insgesamt 17 Millionen Euro erbracht wurden, reicht das den VW-Kapitalisten nicht mehr aus. Um das Ziel einer Umsatzrendite von 9 Prozent in den nächsten Jahren zu erreichen, sollen durch den Verkauf bzw. die mögliche Aufgabe des Bereichs Gasturbine weitere über 100 Arbeitsplätze gestrichen werden. Dabei ist das Programm zur Vernichtung von 319 Arbeitsplätzen noch nicht mal abgeschlossen. Die Mehrarbeit hat einen solchen Umfang angenommen, dass das Arbeitsamt kein Kurzarbeitergeld genehmigte. Schließlich kam auch noch raus, dass seit dem 1. September ohne jede Information der Belegschaft durch Geschäftsführung und Betriebsrat die Zuschläge für die Mittagsschicht gestrichen wurden.

 

Ein Novum ist, dass sich die örtliche IG-Metall-Führung und Betriebsratsspitze erpressen ließen, in den bayerischen Tarifvertrag zu wechseln, mit dem dreisten Argument der VW-Kapitalisten, dass alle MAN-ES-Betriebe in einem Tarifvertrag sein müssten. Auf Nachfrage von Kollegen dazu kam die klare Aussage: „Der Betrieb wäre sonst geschlossen worden“. Die Folgen: Zum einen hat jetzt die Neueinstufung in den Entgeltrahmentarif (ERA) begonnen – hier ist höchste Wachsamkeit und Widerstand angesagt, dass dies nicht zu weiteren Lohnsenkungen führt. Entscheidend ist aber, dass die kampfstarke Belegschaft aus gewerkschaftlichen Kampfaktionen gemeinsam mit anderen Metallern in Oberhausen und NRW ausgeschieden ist und die Kampfkraft der IG Metall in der Region damit wesentlich geschwächt wird. Jetzt steht der Kampf gegen dieses Ausbeutungsprogramm und um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz auf der Tagesordnung. Darin müssen wir die IG Metall wieder zu unserer Kampforganisation machen!

 

  • Nein zum Programm der verschärften Ausbeutung und Arbeitsplatzvernichtung bei MAN-ES!
  • Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz auf Kosten der Profite von VW/MAN!

 

Hier geht es zur Solidaritätserkläung der Wählerinitiative "Keiner schiebt uns weg" der Internationalistischen Liste / MLPD mit der Belegschaft