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1000 Beschäftigte von Caterpillar demonstrieren

Am 17. September 2021 fand in Kiel eine Demonstration mit 1000 Beschäftigten von Caterpillar statt - unterstützt von ihren Familien und aktiven Gewerkschaftern aus der Region. Etliche waren aus den Standorten Rostock und Henstedt-Ulzburg gekommen.

Korrespondenz und Solidaritätserklärung
1000 Beschäftigte von Caterpillar demonstrieren
Auszubildende bei der Demonstration der Caterpillar-Beschäftigten (rf-foto)
Besonders aktiv die Auszubildenden, die um ihre Zukunft bangen. Es war ein wichtiger Schritt im Kampf um die Arbeitsplätze. Anfang Juni hatte die US-Konzernleitung unerwartet verkündet, den Neubau der mittelschnelllaufenden Motoren (MSE) an allen Standorten in Deutschland und China bis Ende 2022 einzustellen. Auf diese Provokation antwortete die Geschäftsführerin der IG Metall Kiel-Neumünster, Stephanie Schmoliner: „Wir können als IG Metall nur sagen, dass jetzt gekämpft werden muss. Eine Standortschließung nehmen wir nicht hin."

Caterpillar hat im Juli 2021 den Standort in Dortmund zur Produktion von Baggern trotz einer 40 Mio.-Investition geschlossen und damit 624 Arbeitsplätze vernichtet.

 

Mit einer Erklärung an die Belegschaften zeigte die Internationalistische Liste/MLPD mit ihrer Bundestagskandidatin Karin Zan Bi ihre Solidarität und beteiligte sich an der Demonstration: "Die Internationalistische-Liste/MLPD erklärt sich solidarisch mit den Beschäftigten von Caterpillar im Kampf um ihre Arbeitsplätze. Noch vor gut einem Jahr ließ die Konzernleitung verkünden: 'In der Corona-Pandemie sehen wir uns einem ständigen Wandel gegenüber. Doch auch in diesen Zeiten engagiert Caterpillar sich weiterhin für die Sicherheit, Gesundheit und das Wohlergehen des ganzen Teams und der Gemeinden, für die wir arbeiten'. Welch zynische Worte angesichts der Tatsache, dass eure Arbeitsplätze in Kiel, Rostock und Henstedt-Ulzburg rigoros vernichtet werden sollen, von denen die Existenz hunderter Familien abhängt. So sieht das 'Wohlergehen für das ganze Team' aus. In Wahrheit zählt einzig allein die Festigung der Weltmarktstellung dieses führenden Übermonopols mit 16,2 Prozent Weltmarktanteil im Baumaschinensektor. Es geht nicht darum, dass die Belegschaft gute Arbeit leistet. Der Schiffsmotorenbau verspricht keinen Maximalprofit mehr, so wird er wie Ballast über Bord gekippt. Darüber ist für die Konzernherren jedes Gespräch überflüssig. Der Weg, den Kampf für die Arbeitsplätze aufzunehmen, ist richtig. Diese Erfahrungen machen auch die Kollegen in anderen Konzernbelegschaften wie bei Airbus oder Daimler. Die Internationalistische Liste/MLPD wird euren Kampf um die Arbeitsplätze unter anderen Belegschaften bekannt machen und zur Solidarität über Standort- und Betriebsgrenzen hinweg beitragen. Kampf um jeden Arbeitsplatz! Für die 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich! – das sichert und schafft Arbeitsplätze." Karin Zan Bi