Wahlkampftour

Wahlkampftour

Internationalistische Liste/MLPD tourt mit Julia Scheller und Monika Gärtner-Engel durch Baden-Württemberg

Am Sonntag hat die Wahlkampftour der Internationalistischen Liste/MLPD durch Baden-Württemberg begonnen. Start war in Mannheim. Ein bunt gemischtes internationales Team aus verschiedenen Städten, jungen und älteren Leuten, REBELLen, MLPD-Genossen und Freunden begleitet die beiden Spitzenkandidatinnen Monika Gärtner-Engel und Julia Scheller.

Korrespondentinnen und Korrespondenten
Internationalistische Liste/MLPD tourt mit Julia Scheller und Monika Gärtner-Engel durch Baden-Württemberg
Start in Mannheim bei einem ATIK-Fest (rf-foto)

Start in Mannheim bei einem Fest

Eine schöne Überraschung in Mannheim war, so berichtet ein Korrespondent, dass die ATIK die Tourteilnehmerinnen und -teilnehmer zum Grillfest eingeladen hat: "Als wir da waren, wurden wir herzlich von Erhan Aktürk, auch Spitzenkandidat der Internationalistischen Liste/MLPD, und vielen anderen begrüßt. Wir haben Platz genommen und es gab leckeres Essen. ATIK und NavDem waren dabei, aber auch einige jüngere von der YDG. Insgesamt ca. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Außerdem kam die Direktkandidatin der Linken in Mannheim, Gökay Akbulut. Angefangen hat das Fest mit ruhiger Musik. Dann hat Erhan auf Türkisch über die Situation der migrantischen Arbeiter geredet und über den Klassenkampf in Deutschland. Da die Spitzenkandidatin der Linken zur geplanten Zeit nicht da war, kam Monika Gärtner-Engel dran. Sie hat über die Situation in Afghanistan und in Kurdistan gesprochen. Auch dass sich die Zusammenarbeit im Internationalistischen Bündnis bewährt hat und sich weiter entwickeln muss. Dann haben wir Wahlprogramme und -Zeitungen verteilt und das Rote Fahne Magazin und das Buch "Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus" verkauft. Die Leute waren sehr freundlich und interessiert und bereit, sich über die Sache zu informieren und zu lesen. Wir haben zehn Bücher verkauft. Nach der Rede von Monika ist die Kandidatin von den Linken gekommen und hat ihren Redebeitrag gehalten. Sie hat einige gute Forderungen gesagt, aber den Sozialismus nicht erwähnt. Schön war, dass die Band Kommando Umsturz noch antifaschistische Lieder spielen konnte. Das war ein schöner solidarischer Schluss.

"Ihr seid doch die mit den guten Plakaten!"

Spitzenkandidatin Monika Gärtner-Engel erzählt von einem Erlebnis in Mannheim: "Gestern war Straßenumzug in der Mannheimer Neckarstadt. Viele Kurzreden zu den unterschiedlichsten Themen, Musik von Jonas begeistert, und viel Klingelputzen mit interessanten und tiefgehenden Gesprächen. Auf der Straße spricht mich ein Mann an: ihr seid doch die mit den guten Plakaten! Ich: ja klar! Was gefällt Ihnen daran? ja, die ganzen Themen. Und soll ich Ihnen was verraten: bei mir in der Straße hängt eins, das gefällt mir besonders gut. Da habe ich mir vorgenommen, dass ich das noch bis zur der Wahl hängen lasse und dann werde ich es klauen. Es ist: 'Gewerkschaften: Kampf statt Co-Management'. Wir diskutieren darüber, warum das so gut mit seiner Erfahrung zusammenpasst. Ganz zum Schluss lacht er verschmitzt: 'Ehrlich gesagt habe ich letztes Mal auch eins bei euch geklaut und mir dann im Flur aufgehängt. Da hing es fast zwei Jahre.' Ich war so überrascht, dass ich leider vergaß, ihn gleich nach einer Spende zu fragen! Das haben wir gleich ausgewertet und dann war die Spendendose immer dabei. Und prompt spendete ein Mann 10 Euro."

Betriebseinsatz, Straßenumzug, Veranstaltung mitten unter den Leuten

"Das Programm hat es in sich", so ein weiterer Korrespondent. "Wir besuchten ein Klimacamp, machten eine Kundgebung zum Schichtwechsel bei Daimler-Benz, waren beim Straßenumzug
und vor Schulen unterwegs. Highlight war eine Veranstaltung zu Verschwörungstheorien und der 'Querdenker'-Bewegung, die von Monika Gärtner-Engel durchgeführt wurde. Anstatt einfach ein Referat zu halten, führte sie eine lebendige Schulung durch. Anhand gezielter Fragen haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein tieferes Verständnis erarbeitet. Kernfrage war, dass man mit der Methode 'Fakten gegen Fakten' meist nicht weiterkommt. Es braucht einen weltanschaulichen Kampf gegen die tiefsitzende, negative Skepsis nach dem Motto "Hinterfrag alles". Viele berichteten, dass es nicht leicht ist, mit Symphatisanten der "Querdenker" zu diskutieren. Aber die Veranstaltung hat Mut gemacht, diese Fragen- auch mit der nötigen 'klaren Kante' zu diskutieren."