Internationalistischen Liste / MLPD

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Neues von der Tour des Spitzenteams mit Unterstützern durch Baden-Württemberg

Die Tour macht Station in Ulm. Das war an der Ulmer Donauwiese am Metzgerturm wirklich neu! Ein Umzug der Internationalistischen Liste/MLPD mit Lautsprecher, Fahnen, Wahlzeitungen, dem Buch "Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus".

Korrespondenzen
Neues von der Tour des Spitzenteams mit Unterstützern durch Baden-Württemberg
Die Wahlkampftour macht Station vor Bosch (rf-foto)

Ulm

Weil sonniges Wetter war (wie geplant!), hielten sich viele Menschen dort auf, saßen auf Bänken oder in der Wiese, spazierten, fuhren Fahrrad. Zusammen mit unserer Platz 2 - Spitzenkandidatin in Baden-Württemberg, Julia Scheller, und der Direktkandidatin im Bodenseewahlkreis, Franzi Schmidt, gingen wir zu den Leuten. Mit vielen Jugendlichen sprachen wir über die Perspektive im Kapitalismus und Sozialismus. 213 Wahlzeitungen wurden übergeben. Wir luden 39 Menschen mit einem Flyer ein, abends zur Veranstaltung mit Julia und Erhan Aktürk zu kommen. Abends waren wir dann ca. 30 Besucherinnen und Besucher. Nach musikalischer Begrüßung referierte Erhan über die ständige Unterdrückung unserer Freiheitsideologie, mit aktuellen Beispielen wie z.B. die Gefährdereinstufung von Stefan Engel und seiner eigenen langen Inhaftierung in München im TKP/ML-Prozess. Julia sprach über die geistigen Unterdrückungsmaßnahmen mit dem Mittel des Antikommunismus. Später wurde in der Diskussion an einzelnen Beispielen deutlich, dass einzelne Probleme im Aufbau des Sozialismus sehr genau untersucht werden müssen. Man kann die Dinge klären, wenn man mit der dialektischen Methode die objektive Wahrheit erforscht. Aber genau das will der Antikommunismus verhindern, in dem so getan wird, als müsse man sich mit einzelnen Fragen gar nicht auseinandersetzen. Es wurden drei Bücher "Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus" an Besucherinnen und Besucher verkauft, eins davon auf englisch. Auch ein türkisches Parteiprogramm der MLPD. Der ganze Abend machte Lust darauf, sich genau mit den ganzen Fragen zu beschäftigen.

Schwäbisch Gmünd / Aalen

In Aalen fand eine kleine Kundgebung statt. Um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, die gerade aus der Schule kamen, probierten wir die Ansprache: "Bist du auch rebellisch?" Die meisten waren erst mal erstaunt, was bedeutet rebellisch? Und fragten, was das überhaupt ist. Sie stimmten dann aber im weiteren Gespräch zu, dass jeder rebellisch ist, der gegen Faschismus und ungerechte Kriege ist oder für die Umwelt einsteht. Doch von der Frage, warum muss ich mich organisieren oder was das bedeutet, haben die meisten Jugendlichen noch keine greifbare Vorstellung. Natürlich warben wir für die Organisierung im Jugendverband REBELL und machten die Jugendlichen mit seiner Arbeit bekannt, so dem REBELL-Flugblatt zum Fridays for Future-Aktionstag.

Begegnungen mit Boris Palmer und Cem Özdemir

Eines hat der Endspurt des Wahlkampfes für sich: man trifft ab und zu mal die Politiker auf der Straße. Wir hatten ja schon von unserer Begegnung mit Armin Laschet berichtet. Gestern begegneten wir Boris Palmer, der – umringt von einer Traube von Menschen – die Pläne der Stadtbahn erläuterte. Wir postierten uns in der Nähe mit unserem offenen Mikrofon, forderten ihn zur Diskussion heraus und kritisierten die Grünen: mit dem Stadtbahn-Konzept, mit der Politik von Ministerpräsident Kretschmann und nicht zuletzt der CO2-Bepreisung. Erst wendet er uns den Rücken zu. Dann löst sich die Traube der Menschen auf und ein ganzer Teil kam in unsere Nähe. In ausgesuchter Höflichkeit zeigt uns eine der Grünen-Anhängerinnen den Stinkefinger. Schließlich wagte Boris einen Blick zu uns, aber immer mit überheblicher Miene. Unser iranischer Begleiter, der durch eine gute Menschenkenntnis hervorsticht, kommentiert: Der ist vom Scheitel bis zur Sohle ein Chauvinist. Na denn. Heute schließlich stand hinter mir im Biomarkt in der Schlange an der Kasse Cem Özdemir. Ich spreche ihn an: bist du nicht Cem Özdemir? Er, angetan, ja! Ich stelle mich vor: ich bin Monika Gärtner-Engel von der MLPD. Sofort giftet sein Begleiter los: Ach ja das ist ja die Partei, die als einzige mehr Plakate als Stimmen hat. Ich hahaha vielleicht kannst du auch mal was zu den Plakaten sagen? Was da drauf steht! Er: mit euch rede ich nicht. Ich: es würde sich schon lohnen. Schließlich hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung festgestellt, dass keine der Kanzlerkandidaten-Parteien das 1,5 Grad-Ziel des Pariser Abkommens, das ohnehin nicht ausreicht, erreichen würde. Der Giftige wendet sich empört ab. Ich sage, ihr könntet ruhig mal diskutieren, ihr seid ganz schön arrogant. Der Giftige giftet. Schließlich bin ich an der Kasse dran und wünsche den beiden noch viel Spaß im Endspurt des Wahlkampfes. Cem Özdemir reagiert noch mit der Andeutung eines Kopfnickens, euch auch. Der Giftige bleibt giftig. Mal sehen, wem wir morgen noch begegnen! Gerne Angela Merkel.

Station Bodensee

Morgens 10 Uhr in Deutschland, genauer gesagt in Ravensburg. Ein beschauliches Städtchen mit ca. 50.000 Einwohnern. Touristenstadt. Mitten auf dem Marienplatz unsere bunt gemischte Wahlkampf-Tour-Truppe der Internationalistischen Liste/MLPD aus Konstanz, Reutlingen, Ulm, Heilbronn, Stuttgart, Albstadt und Ravensburg. Unser  Direktkandidat im Wahlkreis, Karl-Heinz Pauli, ist bekannt wie ein "bunter Hund". Zuerst begrüßt uns ein zufällig vorbeikommender Nachbar, der uns auf dem Rückweg mit Butterbrezeln versorgt. Natürlich nur vom besten Bäcker der Stadt. Der ehemalige örtliche DGB-Vorsitzende ruft uns schon von weitem entgegen: "Mich braucht ihr nicht ansprechen, ich bin ein Nachbar von Herr Pauli." Das Lied Bella Ciao läuft vom Band. Eine Gruppe von Schülern versammelt sich vor dem Museum am Platz. Sie wären eigentlich daran interessiert, was wir zu sagen haben. Schnell greift die Lehrerin ein: Das ist hier eine Schulveranstaltung. Weiter gings nach Friedrichshafen vor das Berufsschulzentrum. Die Schüler hier sind alle glücklich über einem Ausbildungsplatz. Erstmal gar nicht so leicht, ins Gespräch zu kommen. Über die Umwelt machen sie sich Sorgen, fragen, was es mit der proletarischen Weltanschauung auf sich hat. Einer sagt direkt, natürlich muss man sich organisieren. OK, ich mache mit im REBELLl. Einer hat uns gewählt und trägt sich ein, um beim Abplakatieren zu helfen. Es zeigt sich ein großes Bedürfnis nach rebellischer Bildungsarbeit. Im Wohngebiet in Konstanz waren die Bewohner nicht schlecht erstaunt, als plötzlich unser Straßenumzug mit Lautsprecher, Kurzreden und Liedern durch den Stadtteil zog. Neugierig schauten die Leute aus den Fenstern und von den Balkonen. Besonders gut kommt unsere diese Woche auf der Wahlkampftour neu gegründete Acapella-Frauen-Song-Gruppe an. Bei den Kindern mit dem Rotfuchs-Lied. Bei den Frauen im Wohngebiet mit dem Lied Brot und Rosen. Auf dem Weg durch den Stadtgarten zum Biergarten verteilen wir noch die letzten Wahlzeitungen und Flugblätter des REBELL zu Fridays for Future. Bei schönstem Sonnenuntergang am See ziehen wir Resümee: Wir haben heute einen guten Beitrag geleistet zum weiteren Aufbau der MLPD am Bodensee und des REBELL in Friedrichshafen.