Rettung der Umwelt - eine Systemfrage

Rettung der Umwelt - eine Systemfrage

One Solution – Revolution

Am Freitag gingen auch in Bochum anlässlich des Weltklima-Streiktages tausende Menschen auf die Straße. Eine von Friday for Future organisierte Demo mit mindestens 3500 Teilnehmern war der Höhepunkt eines ganzen Aktionstages mit Ständen, Bühnenprogramm, Fahrraddemos etc.

Von einer Korrespondentin

An der Demo beteiligten sich sehr viele junge Leute, viele junge Familien mit kleinen Kindern waren zu sehen. Natürlich waren auch wir von der MLPD und dem Jugendverband Rebell dabei. Man konnte uns an unseren Fahnen erkennen. Wir führten sehr viele intensive Gespräche mit anderen Teilnehmern, wie man der drohenden Umweltkatastrophe eigentlich Herr werden kann. Es war eine große Zustimmung und Einigkeit darin, dass es höchste Zeit zu handeln ist und es eine Systemfrage ist, ob und wie uns die Rettung der Umwelt gelingt. Dabei war auch auffällig, dass fast alle Leute die MLPD bzw. den Rebell kannten und wir auf viele positive Reaktionen stießen. Insgesamt wechselten acht Exemplare des Rote Fahne Magazins den Besitzer und wir gewannen etliche neue Unterstützer für die Bewegung „Gib Antikommunismus keine Chance!“

 

Wir führten im Demoblock ein offenes Mikro durch, wo wir Parolen riefen und sich einzelne Demonstranten zu Wort meldeten und mit uns über die notwendigen Veränderungen diskutierten. Das kam sehr gut an bei den Leuten, vor allem die Redebeiträge der Arbeiter, die einen gemeinsamen Kampf für Umwelt und Arbeitsplätze forderten, bekamen viel Applaus. Einer begrüßte ausdrücklich unsere Demokultur mit der Idee des offenen Mikros. Es war eine sehr kämpferische nachdenkliche und gleichzeitig optimistische Stimmung, denn es freute uns alle, dass so viele Menschen an diesem Tag in Bochum, aber auch weltweit für dieses wichtige Anliegen auf die Straße gehen.

 

Die Orientierung auf die Wahlen wurde sehr kontrovers diskutiert: Einerseits die Erkenntnis, dass die bürgerlichen Parteien alle viel versprechen, aber nichts grundlegend ändern. Andererseits die Wichtigkeit, die Wahl als „Zeichen setzen“ zu nutzen. Die Liquidatoren im Orga-Team, die uns in den letzten Jahren extrem bekämpft hatten, verhielten sich dieses Mal sehr defensiv. Sie versuchten uns zu provozieren, merkten aber schnell selber, dass sie damit bei der Masse der Teilnehmer nicht landen können.