Stahlaktionstag

Stahlaktionstag

Salzgitter AG und IG-Metall-Gewerkschaftssekretärin wollen Solidarität von Paul Deutsch nicht

„Arbeiter für Umweltschutz und Arbeitsplätze statt für Greenwashing der Stahlkonzerne“ - unter diesem Motto unterstützte Paul Deutsch als Bundestagswahl-Direktkandidat des Internationalistischen Bündnisses den gestrigen Stahlaktionstag, zu dem die IG Metall zusammen mit dem Salzgitter-Konzernvorstand aufgerufen hatte.

Erklärung von Paul Deutsch

In einer Erklärung berichtet er: "Ich verteilte dazu ein Flugblatt. Die Sorge um die Arbeitsplätze und der Wunsch nach einer umweltfreundlichen Produktion waren die Grundlage, dass - laut IG-Metall-Anagben - ca. 2500 Kolleginnen und Kollegen gekommen waren, darunter auch viele Auszubildende. Unter der Losung „Bundestagswahl – ein Richtungsentscheid“ forderten IG Metall und Konzernvorstand staatliche Subventionen für die Umstellung der Produktion auf Wasserstofftechnologie über 10 Mrd. Euro.

 

Die IG Metall Salzgitter-Peine hatte auf ihrer Homepage ausdrücklich eingeladen: 'Zu dem Aktionstag sind aktive Mandatsträger aus dem Bundes- und Landtag eingeladen, ebenso wie Kandidatinnen und Kandidaten zur Bundestagswahl aus dem Wahlkreis.'

 

Hat nun Frau Rosenau, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Salzgitter-Peine und Vorsitzende des DGB-Stadtverbandy Salzgitter, ihre eigene Einladung nicht gelesen? Kaum vorstellbar. Aber was ist dann der Grund für folgendes Verhalten: Kaum war ich mit zwei weiteren Unterstützerinnen auf dem Kundgebungsplatz eingetroffen, wurden meine beiden Mitstreiterinnen und ich von Frau Rosenau und dem Sicherheitsdienstchef der Salzgitter AG, Herrn Nagel äußerst unfreundlich und in aggressivem Ton aufgefordert, sofort den Platz zu verlassen. Sogar die Polizei wurde geholt, um sich mit dem Vorwurf 'Hausfriedensbruch' rechtswidrig gegen uns durchzusetzen. Das Ganze auf einem der Öffentlichkeit zugänglichen Parkplatz ohne Zaum drumherum.

 

Unsere Solidarität sei nicht erwünscht, es sei die Kundgebung von IG Metall und Salzgitter AG, da hätten wir nichts zu suchen. Erklärte Frau Rosenau. Dabei bin Ich seit fast 50 Jahren in der IG Metall, der einzige Industriearbeiter als Direktkandidat im Wahlkreis und seit fast 50 Jahren in der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands organisiert.

 

War das mein „Verbrechen“? Wir hatten einen Flyer - siehe Rote Fahne News-Artikel vom 21. September - dabei. In diesem unterstützen ganz klar den Kampf um jeden Arbeitsplatz beim Umbau der Stahlproduktion auf Wasserstofftechnologie und begrüßen sehr, dass die IG Metall zu der Demonstration aufgerufen hat. Aber wir dürfen uns nicht einspannen lassen für die Profitinteressen der Konzerne. Sie fordern 10 Milliarden für den Umbau der Stahlindustrie und wollen sich bis 2050 Zeit lassen mit der vollständigen Umstellung auf Wasserstoff. Das ist angesichts des beschleunigten Umschlags der Umweltkrise in eine globale Umweltkatastrophe ein Verbrechen an
Mensch und Natur.

 

Für den Erhalt unserer Arbeitsplätze und die Rettung unserer Natur brauchen wir die Einheit der Arbeiter über Nationen und weltanschauliche Grenzen hinweg, für den Kampf um eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung und für die Einheit von Mensch und Natur. Wir müssen uns breit über die gesellschaftliche Alternative auseinandersetzen können. Der hier praktizierte Antikommunismus spaltet die Arbeiterbewegung und nützt nur dem Kapital.

 

Gib Antikommunismus – Faschismus – Rassismus – Antisemitismus keine Chance!