Gelsenkirchen

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Wahlzeitungen stecken: "Papa, die brauchen meine Hilfe!"

Nach unserem erfolgreichen Kinderfest der Wählerinitiative Lisa Gärtner und der Kinderorganisation Rotfüchse wollten wir uns noch auf den Weg machen, einige Wahlzeitungen über Briefkästen unters Volk zu bringen.

Korrespondenz
Wahlzeitungen stecken: "Papa, die brauchen meine Hilfe!"
(rf-foto)

Nach unserem erfolgreichen Kinderfest der Wählerinitiative Lisa Gärtner und der Kinderorganisation Rotfüchse wollten wir uns noch auf den Weg machen, einige Wahlzeitungen über Briefkästen unters Volk zu bringen. Kurzerhand erklärten ein paar Kinder und Jugendliche, noch mitzuhelfen. Zwei Schwestern mussten sogar Schnick-Schnack-Schnuck spielen, wer den begehrten letzten Autoplatz kriegt, um im Stadtteil Buer Wahlzeitungen stecken zu gehen. Beim 11-jährigen Noëlle mussten wir erst noch die Eltern fragen gehen: "Papa, die brauchen meine Hilfe!" – da waren die Eltern sofort einverstanden und nahmen gleich selbst noch einen Packen Zeitungen für ihren Nachbarn mit.

 

In zwei Stunden brachten wir einen ordentlichen Packen verteilt. Da es in Gelsenkirchen weniger Hochhaussiedlungen gibt, war es leider nicht so effektiv, wie es in anderen Gegenden sicher sein könnte. Am Rande führten wir auch interessante Gespräche. Eine Kneipenwirtin nahm einen Packen für ihre Kunden am Tresen. An der Bude trafen wir zwei türkische Arbeiterjugendliche, die schon entschieden waren, diesmal keine "große" Partei zu wählen. Da kamen wir gerade recht! Als wir argumentierten, dem ganzen kapitalistischen Parlamentarismus eine Abfuhr zu geben und uns zu wählen, selbst wenn wir nicht ins Parlament kommen, entgegnen sie erfreut: Genau in diese Richtung hatten wir uns das auch überlegt, aus Prinzip wählen! So nahmen sie auch noch eine Handvoll Kandidatenflyer für ihre Freunde mit.

 

Ein bisschen müde, mit einer gemischten Tüte von der Bude wieder gestärkt, fuhren wir zufrieden nach Hause.