Eisenach

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„Alle Belegschaften zusammen! - Weg mit dem Horrorkatalog von Opel!“

Am Dienstag ist im Eisenacher Opel-Werk das letzte Auto vom Band gelaufen. Die neusten Pläne von Stellantis, die Werke Eisenach und Rüsselsheim in eigene Gesellschaften auszugliedern, aber auch die monatelange Kurzarbeit im Werk in Aspern / Österreich und die Pläne zur Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich in Bochum zeigen, dass hier die ganze Konzernbelegschaft angegriffen wird. Deshalb ist ein konzernweiter Kampf notwendig. Um so bedeutender ist die Ankündigung der Kollegen aus Sochaux, am IG-Metall-Aktionstag am 29. Oktober in Eisenach teilzunehmen.

Pressemitteilung des Solidaritätskreises „Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz bei Opel Eisenach und den Zulieferern“
„Alle Belegschaften zusammen! - Weg mit dem Horrorkatalog von Opel!“
Mahnwache am 4. September vor dem Eisenacher Opel-Werk (rf-foto)

Die Auseinandersetzung um den Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz hat gerade erst begonnen. Bisher haben sich ca. 250 Thüringerinnen und Thüringer solidarisch mit den Eisenacher Opelanern erklärt. Wenn die Opelaner den Kampf aufnehmen, ist die Bevölkerung solidarisch, das zeigte sich ganz deutlich. Es gibt Solidaritätserklärungen von Opel aus Rüsselsheim und Bochum, von PSA-Kollegen und der Gewerkschaft CGT aus Sochaux, von Montagsdemonstrationen aus Kassel, Esslingen, Dresden und Sindelfingen, vom Jugendverband REBELL und den Rotfüchsen, von der MLPD, der Linkspartei usw.

In Eisenach geht es nicht nur um die Zukunft des Werks, sondern der ganzen Region!

Bürgerliche Politiker wie Ramelow, Tiefensee und Katja Wolf setzen auf das Prinzip Hoffnung und appellieren, dass Opel und Stellantis ihre Zusagen einhalten müssen. Die Opelaner sind aber anderes gewohnt – die Zukunftsverträge in den letzten Jahren waren das Papier nicht wert, auf dem sie standen! Auch jetzt ist wahrscheinlich, dass Stellantis die „Katastrophenklausel“ zieht und den sogenannten „Zukunftsvertrag“ kündigt.

 

Am 1. Oktober hat sich deshalb ein Solidaritätskreis gegründet. Wir sind Familienangehörige, Gewerkschafter, Freunde und Nachbarn von Opel-Kollegen, Opel-Rentner, kommunalpolitisch Aktive, Christen oder Kommunisten … Bei uns kann jeder mitmachen, außer Faschisten. Wir laden alle demokratischen Parteien ein: Macht mit im Solikreis! Schickt Solidaritätsadressen an die Opelaner!

Unsere nächsten Aktivitäten:

  • Mahnwache auf dem Eisenacher Markt, 13. Oktober und 27. Oktober, von 16 Uhr bis 18 Uhr.
  • Treffen des Solikreises am 21. Oktober, um 17 Uhr, Kulturwerkstatt EA, Katharinenstraße 42
  • Wir beteiligen uns aktiv am IG-Metall-Aktionstag am 29. Oktober, um 5 vor 12 auf der Spicke
  • Wer die Opelaner und Zulieferer angreift, legt sich mit der ganzen Region an!