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„Was eure Erpressung angeht, haben wir hier einige Erfahrungen …“

Seit fast zwei Jahren versucht der PSA-Vorstand vergeblich, uns in Bochum zu erpressen und eine Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich hinzunehmen.

Aus Kollegenzeitung „Der Blitz“
„Was eure Erpressung angeht, haben wir hier einige Erfahrungen …“
Bochumer Opelaner bei einem Besuch bei den Kollegen bei PSA in Sochaux / Frankreich im Jahr 2017 (foto: privat)

Die „Argumente“ der Kapitalisten sind immer die gleiche Leier: Nur so wäre Bochum „konkurrenzfähig“ gegen die Teile-Lager in Frankreich und Italien. Ohne Verzicht würden Auslagerung drohen oder sogar Werksschließungen.

 

Diese internationale Erpressung müssen wir auch international beantworten! Die Bochumer Kollegen von der Betriebsratsliste OFFENSIV haben Kontakt aufgenommen – zu Arbeitern und Gewerkschaften im Teilelager in Frankreich (Vesoul). Was sie berichten, entlarvt die ganze dreckige Verlogenheit der Vorstände von Stellantis, PSA und Opel: „Im Jahr 2018 wurde unsere Arbeitszeit von 35 auf 37,78 Stunden erhöht. Letztes Jahr drohte die Geschäftsführung mit einer Verlagerung der Arbeit nach Bochum. Sie drohte auch damit, den Betrieb nach Italien zu verlegen, wenn wir uns weigern, samstags zu arbeiten.

 

Was eure Erpressung angeht, habe wir hier einige Erfahrung: Die Vereinbarung, mit der die 35-Stunden-Woche in Vesoul beendet wurde, besteht seit drei Jahren. Das Management hatte versprochen, dass Outsourcing für drei Jahre zu stoppen. Das Versprechen wurde nicht gehalten!

 

Wenn in Bochum die Arbeitszeiten steigen und der Stundenlohn sinkt, dann wird der PSA-Arbeiter wieder Opfer bringen müssen. Es ist ein Teufelskreis ohne Ende, von dem nur die Kapitalisten profitieren. Im Moment haben wir in Vesoul hier und da kleinere Streiks gegen erzwungene Überstunden“.