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Weltweiter Mangel an Trinkwasser bedroht die Menschheit – aktiver Widerstand notwendig!

Die Weltwetterorganisation (WMO) warnt in ihrem neuen Bericht vor einer weltweiten Verknappung von sauberem Trinkwasser. „Weltweit hätten 2018 rund 3,6 Milliarden Menschen mindestens einen Monat lang nicht genügend Wasser gehabt, heißt es in dem Bericht.“¹ Ursache dafür sei die Zunahme der Wetterextreme aufgrund des „Klimawandels“.

Von hkg
Weltweiter Mangel an Trinkwasser bedroht die Menschheit – aktiver Widerstand notwendig!
Ob dieser Springbrunnen in Vittel / Frankreich auch in naher Zukunft noch Wasser zum Laufen haben wird? (foto: gemeinfrei)

Auf der einen Seite massive Überschwemmungen, wie in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr, aber auch in vielen anderen Ländern, wie Japan, China, Indonesien oder Indien. Auf der anderen Seite zunehmende Trockenheit in vielen Teilen der Erde. „Dazu gehören unter anderem der Mittelmeerraum und Nordafrika, der Westen der USA mit Kalifornien, die Westküste Südamerikas mit Peru und Chile, die Sahelzone südlich der Sahara in Afrika, der Nahe Osten mit Saudi-Arabien und dem Iran sowie große Teile von Süd- und Ostasien.“² Auch in Deutschland wurde noch vor dem regenreichen Sommer vor einer Wasserknappheit gewarnt - aufgrund der Trockenheit in den Jahren zuvor. Der als „Klimawandel“ verharmloste Übergang in eine Klimakatastrophe, in die uns die Herrschenden sehenden Auges führen, ist jedoch kein Naturereignis, sondern Folge der ungebremsten Verbrennung fossiler Energieträger. Für mindestens 70 Prozent der CO2-Emissionen sind die internationalen Monopole verantwortlich.

 

Der am Dienstag mit dem Physik-Nobelpreis geehrte Professor Klaus Hasselmann stellte schon 1988 in einem Interview fest: "In 30 bis 100 Jahren, je nachdem, wie viel fossiles Brennmaterial wir verbrauchen, wird auf uns eine ganz erhebliche Klimaänderung zukommen. Klimazonen werden sich verschieben, Niederschläge anders verteilen. Dann wird man nicht mehr von Zufallsergebnissen reden können. Man sollte sich bewusst werden, dass wir in eine Situation hineinkommen, wo es keine Umkehr mehr gibt. Wir müssen vor allem versuchen, mit Öl und Kohle sparsam umzugehen, denn das Kohlendioxid ist wesentlich an der Treibhauswirkung schuld."³

 

Und was hat die Bundesregierung, was haben alle Regierungen der imperialistischen Staaten seither unternommen, um dieser drohenden Klimakatastrophe gegenzusteuern? Viel! Nur in die entgegengesetzte Richtung. Sie treibt die beschriebene Entwicklung mutwillig und in voller Kenntnis ihrer Abläufe weiter voran, da sie sich Vorteile für die deutschen Monopole im internationalen zwischenimperialistischen Konkurrenzkampf verspricht. Um dieses Problem wirklich zu lösen, ist ein gesellschaftsverändernder Kampf nötig. Die Lösung heißt: Echter Sozialismus. Und diesen gilt es zu erkämpfen.

 

Die Trinkwasserknappheit für viele Regionen wird zusätzlich zu den Folgen der drohenden Klimakatastrophe von internationalen Konzernen, allen voran vom weltgrößten Nahrungsmittelkonzern Nestlé, verschärft. Seine Wassersparte Nestlé Waters betreibt in aller Welt Wasserabfüllanlagen und verkauft das Wasser zu Höchstpreisen an die Bevölkerung. Bekanntestes Beispiel ist die französische Kleinstadt Vittel. Seit Jahrzehnten pumpt Nestlé dort 1 Milliarde Liter Wasser pro Jahr ab und verkauft es höchst profitabel. Der Grundwasserspiegel sinkt dadurch jährlich um 30 Zentimeter. In der Bevölkerung regt sich dagegen immer mehr der Widerstand. „Die jungen Menschen werden ab 2050 kein Wasser mehr haben. Das ist eine ernste Sache“, so Bernard Schmitt, Anwohner und Umweltschützer mit Sitz in der lokalen Wasserkommission.⁴ Auch die Marke S.Pellegrino, die bei uns vor allem in italienischen Lokalen angeboten wird, gehört zum Nestlé-Konzern.

Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?

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In Kalifornien (USA) wurde im Sommer Tausenden Landwirten verboten, Oberflächenwasser aus Seen, Flüssen und Kanälen zu nutzen. "In Teilen des Bundesstaates ist es das zweittrockenste Jahr der Geschichte" sagt Jeanine Jones vom California State Water Resources Control Board.⁵

 

Die nordafrikanischen Länder Tunesien, Marokko und Äthiopien sind besonders vom Wassermangel betroffen.

 

Es sind nicht alleine die Folgen der drohenden Klimakatastrophe, die den Mangel an sauberem Trinkwasser für inzwischen mehr als 2,2 Milliarden Menschen verursachen. Das Buch „Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“ von Stefan Engel stellt im Jahr 2014 schon fest:

Für den Mangel an sauberem Trinkwasser für die Menschheit sind vor allem vier Faktoren verantwortlich:

  • „Verschwendung von Wasser für die internationale kapitalistische Produktion.
  • Weltweite Verschmutzung und Verseuchung des Wassers.
  • Handel und Spekulation mit Wasser und
  • Auswirkungen der globalen Umweltkrise.“ (S.211 ff)

 

Gegen alle diese Faktoren muss ein aktiver Widerstand entwickelt werden - mit der Leitlinie: Kampf für gesundes und kostenloses Trinkwasser! (Programm der MLPD, S. 119)