Südafrika

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Der Streik in Stahlverarbeitung und Maschinenbau geht weiter

Die Gewerkschaft NUMSA ist zwar bereit, sich auf die angebotenen 6 Prozent zu einigen, will aber, dass die auf der Grundlage der tatsächlichen Löhne gezahlt werden und nicht auf der Grundlage des Mindestlohns, wie es der Unternehmerverband vorhat.

Korrespondenz
Der Streik in Stahlverarbeitung und Maschinenbau geht weiter
NUMSA-Aktivisten auf der Straße (foto: NUMSA)

"Der Streik wirkt sich negativ auf unsere Mitglieder, den Sektor und die Wirtschaft aus. Die Arbeitnehmer sind im Grunde genommen am Verhungern. Sie haben kein Geld und keine Lebensmittel. Darunter leidet nicht nur die Wirtschaft, sondern es leiden auch die Arbeitnehmer", sagte Irvin Jim, der Generalsekretär der NUMSA. Jetzt ist eine Schlichtung angekündigt.

 

Vier „Security“-Kräfte sind des versuchten Mordes angeklagt, weil sie scharfe Munition gegen Streikende eingesetzt hatten. Sie hatten den Streikenden zehn Sekunden gegeben, um sich zu zerstreuen. Zwei Personen wurden schwer verletzt.

 

Ein Gewerkschaftsmitglied wurde am ersten Streiktag getötet, als ein wütender Autofahrer in die Menge der Streikenden fuhr. Mehrere Arbeiter erlitten Verletzungen durch Gummigeschosse der Polizei. „Vor allem in unserem Land ist die Gewalt der Polizei und der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten zur Regel geworden", sagte ein Sprecher des Dachverbandes SAFTU, zu dem auch die NUMSA gehört. Die in SAFTU zusammengeschlossenen Gewerkschaften haben Solidaritätsstreiks angekündigt, wenn nicht bis Mittwoch, den 20. Oktober, die Forderungen der NUMSA erfüllt sind.