Julian Reichelt und die Bildzeitung

Julian Reichelt und die Bildzeitung

Springer hat juristischen Druck auf Betroffene ausgeübt

Wie der Spiegel berichtet, hat der Axel Springer Verlag im Fall Julian Reichelt juristischen Druck auf eine betroffene Frau und ihren Anwalt ausgeübt, um die Veröffentlichung brisanter Details aus dem Compliance-Verfahren zu verhindern. Axel-Springer-Chefjustiziar Konrad Wartenberg hatte kurz vor Erscheinen des Berichtes in der New York Times und der geplanten Publikation von Ippen-Investigativ Drohschreiben an den Rechtsanwalt der Frau, Christian Schertz, versandt, in denen der Verlag unterstellte, dass Schertz oder seine Mandantin ein schriftliches Protokoll ihrer Aussage vor dem Compliance-Ausschuss an Medien durchgestochen hätten. Zwecks „Schadensbegrenzung“ müssten sie dieses sofort zurückziehen. Schertz wies die Vorwürfe umgehend zurück und forderte Springer auf, von der Unterstellung Abstand zu nehmen. Anstatt sich vom Rassisten, Ultrareaktionär, Sexisten und Corona-Verharmloser Reichelt endlich zu distanzieren, stellt sich der Axel Springer Verlag unter Leitung von Mathias Döpfner weiter auf dessen Seite.