Beim IG-Metall-Aktionstag in Eisenach

Beim IG-Metall-Aktionstag in Eisenach

Französische Gewerkschafter für den gemeinsamen Kampf über Ländergrenzen hinweg!

Die Delegation französischer Gewerkschafter überbrachte beim IG-Metall-Aktionstag in Eisenach herzliche Solidaritätsgrüße und sprach sich für den gemeinsamen Kampf der Arbeiter über Ländergrenzen hinweg aus.

Französische Gewerkschafter für den gemeinsamen Kampf über Ländergrenzen hinweg!
Französische Gewerkschafter reisten viele hundert Kilometer, um beim IG-Metall-Aktionstag für den länderübergreifenden Kampf der Arbeiter zu demonstrieren (rf-foto)

Im Flugblatt "Gruß der französischen Delegation aus acht PSA-Werken" heißt es:

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

mein Name ist Jean-Pierre Mercier, ich bin der zentrale Gewerkschaftsdelegierte der CGT für die PSA-Gruppe. 35 CGT-Kameraden aus 8 PSA-Werken kamen aus Frankreich, um Euch die Unterstützung und Solidarität der gesamten CGT der PSA-Gruppe in Frankreich zu überbringen. Die CGT bei PSA wollte unbedingt an eurer Kundgebung teilnehmen, weil wir zeigen müssen, dass wir, die Arbeiter von Stellantis, über die Grenzen hinweg vereint sein müssen, egal ob wir in Deutschland bei Opel, in England bei Vauxhall, in Italien oder Polen bei Fiat, in den USA bei Chrysler, in Spanien, in Marokko oder in Frankreich bei PSA arbeiten, weil wir die gleichen gemeinsamen Interessen haben, die wir gegen die Interessen der Aktionäre von Stellantis verteidigen müssen.

 

Um es klar zu sagen: Wir akzeptieren nicht, dass die Produktion von Eisenach nach Frankreich verlagert wird. Wir würden beide verlieren, ihr wäret arbeitslos und wir müssten unerträglich mehr arbeiten. In allen Ländern, in denen es Stellantis-Fabriken gibt, benutzt Carlos Tavares die gleichen Vorwände wie Covid oder den Mangel an Halbleitern, um Arbeitsplätze abzubauen, Fabriken zu schließen, Löhne zu senken und die kollektiven Rechte der Arbeitnehmer zu beschneiden.

 

Dies sind nur Vorwände: Der wahre Grund ist die Suche nach maximaler Rentabilität, um trotz der Wirtschaftskrise die Dividenden der Aktionäre zu erhöhen. Es gibt keinen Grund, Euer Werk zu schließen, auch nicht vorübergehend. Im Jahr 2020 hatte unsere Arbeit 2 Milliarden Euro Profit eingebracht. In den ersten 6 Monaten dieses Jahres hat unsere Arbeit 6 Milliarden Euro eingebracht! Das gab es noch nie zuvor! Bei Stellantis stellen wir keine Autos her, sondern Goldbarren! Die Milliarden kommen nur aus unserer Arbeit!

 

Angesichts der Angriffe des Stellantis-Managements ist unsere Stärke, ob wir nun bei Opel, PSA, Fiat oder Chrysler arbeiten, dass wir an der Basis der Automobilproduktion stehen. Wie wir in Frankreich in der CGT sagen: ohne uns - keine Autos! Ohne die Arbeit der 400.000 Beschäftigten von Stellantis gäbe es keine Gewinne und keine Dividenden für die Aktionäre.

 

Aber die Stärke unserer Zahl ist nichts, wenn wir nicht über die Grenzen hinweg geeint sind. Wenn wir nicht geeint und entschlossen sind, unsere gemeinsamen Interessen durch kollektive Mobilisierung zu verteidigen! Kolleginnen und Kollegen, wir wünschen euch Mut und Entschlossenheit in eurem Kampf. Für die Einheit der Arbeiterinnen und Arbeiter von Opel und PSA! Ob Opel oder PSA, wir haben die gleichen Bosse, lasst uns zusammenstehen!

 

Sehenswerter Beitrag im mdr-Fernsehen