Bosch

Bosch

Arbeiter spüren ihre Verantwortung für die Zukunft der Jugend

Die IG Metall ruft beim Bosch am Freitag, 19. November, zum Kampf gegen Schließungspläne und zur konzernweiten Solidarität auf.

Korrespondenz aus Stuttgart
Arbeiter spüren ihre Verantwortung für die Zukunft der Jugend
Bidl von einem Protest in München in diesem Jahr (rf-foto)

Weltweit sind 400 000 Boschler herausgefordert - vor allem in den internationalen Produktionsverbünden der Automobilindustrie - den Kampf um jeden Arbeitsplatz und den Umweltschutz gegen den Betrug der Transformation zur E-Mobilität aufzunehmen.

 

Der Bosch-Konzern strukturiert weltweit um, verlagert nach Osteuropa und Asien, schließt Werke und plant massiven Arbeitsplatzabbau in Westeuropa. Die neue Geschäftsführung um Stefan Hartung verbreitet, die Industriearbeit sei für den Bosch nicht mehr profitabel. Für Bosch liege der Fokus auf Softwarentwicklern. Als Vorwand für die Schließung wird die Transformation zur Elektromobilität angegeben.

 

Wenn sich die Bosch-Geschäftsführung da nicht verrechnet?Der kämpferische Geist und das gewerkschaftliche Bewusstsein erwacht in der Belegschaft. Bei den Wahlen bekam die Wunschregierung der Monopole schon mal eine Abfuhr und die Hoffnungen in das kleinere Übel der „Ampel“-Regierung sind nicht überschwänglich.

 

Die IG Metall ruft beim Bosch am Freitag, 19. November, zum Kampf gegen Schließungspläne und zur konzernweiten Solidarität auf: An den Werken in Arnstatt / Thüringen und Bühl / Baden-Württember, die gerade geschlossen werden sollen.

Es geht um die Zukunft der Jugend, um Industriearbeitsplätze in jeder Region. Die IG-Metall-Protestaktionen müssen genutzt werden, um den Kampf um jeden Arbeitsplatz und um Arbeitsplätze im Umweltschutz voran zu bringen, sich zu verbinden und sich im Kampf gegenseitig zu bestärken.

 

Die Ziele des Kampfes und die Steigerung der Kampfformen von Demonstrationen zu Streiks müssen auf betrieblichen und gewerkschaftlichen Versammlungen geklärt werden: Die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, Festeinstellung aller Befristeten und Leiharbeiter. Und Angesichts der härter werdenden Klassenauseinandersetzung gewinnt der politische Kampf für ein allseitiges und vollständiges gesetzliches Streikrecht an Bedeutung.

 

Gesellschaftsfragen sind zu klären, denn was versteht denn Bosch unter fair und nachhaltig? Die Konzernführung wird nur am Maximalprofit gemessen. Fortschritte müssen auf Kosten der Profitwirtschaft erkämpft werden, die nur noch in Krisen existiert.

 

Solidarität, das weist in die Zukunft einer von Ausbeutung und Unterdrückung von Mensch und Natur befreiten Gesellschaft und hilft den Blick zu weiten.

 

Das Bosch-Werk in Arnstatt war 2013 mit 3000 Beschäftigten im Verbund mit anderen Solarbereichen der größte Betrieb in Thüringen. Bosch verkaufte den Solarbereich. Doch der gehört wieder aufgebaut. Arbeitsplätze bei erneuerbaren Energien werden gebraucht. Scheibchenweise wurden auch in Brühl und in München Arbeitsplätze abgebaut.

 

Mobilität bis 2030 auf regional erneuerbare Energien umstellen!

Kostenloses öffentliches Verkehrssystem nach den Mobilitätsbedürfnissen der Menschen!

Güterverkehr auf Schienen- und Wasserwege!

Gleichwertige Ersatzarbeitsplätze!

So hat sich die zweite Konferenz der Automobilarbeiterkordination in Südafrika 2020 positioniert.

 

Jeder ist gefordert nach Möglichkeiten beizutragen um die koordinierte Kraft der internationalen Industriearbeiter in den Produktionsverbünden zu enfalten.

Übernehmt dazu Verantwortung in Betrieb und Gewerkschaft.