Briefwechsel

Briefwechsel

Kritik am RKI berechtigt, aber nicht an seinen Warnungen vor der aktuellen Entwicklung

Am 21. Oktober 2021 hat "Rote Fahne News" unter der Überschrift "Tests sofort wieder kostenlos und systematisch! Corona-Kontroverse und das Elend der bürgerlichen Wissenschaft" einen Artikel von Dr. Günther Bittel veröffentlicht.

Dokumentiert

Hier der Link zum Artikel.

 

Ein Leser schrieb dazu: Ich stimme der Grundrichtung eures Artikels vollständig zu, bin jedoch nicht damit einverstanden, wenn das RKI etwas aus der Schusslinie genommen wird. Es gibt einen interessanten Artikel, in dem der Hallenser Virologe Kekulé schwere Vorwürfe gegen das RKI erhebt: 'Das RKI hat an-vielen-Stellen-versagt - Parlamentarische-Aufarbeitung-gefordert'.  In diesem Artikel werden mehrere wichtige Stationen während der Pandemie geschildert, in der das RKI völlig daneben lag - wohl aus naheliegenden politischen Motiven!

 

Der Autor antwortet: Der kritische Hinweis ist berechtigt. Mir ging es darum, die aktuelle heuchlerische Kritik am RKI und seinem Leiter Professor Wieler auseinanderzunehmen. Er wird ja aus dem Lager von FDP und Grünen wegen "Regierungsnähe" deshalb angeschossen, weil er vor der aktuellen Entwicklung gewarnt hat und die Pandemie noch nicht für beendet erklären will. Damit steht er dem Konzept der Monopole im Weg, das auch vom Noch-Gesundheitsminister Spahn getreu umgesetzt wird. ...

 

FDP und Grüne lenken von ihrer eigenen Rolle als Monopolparteien ab, wenn sie den Kopf von Wieler fordern, weil die Zahl der Impfungen falsch niedrig angegeben wurde. In diesem Punkt werden Wieler und das RKI auch von Professor Kekulé in dem genannten Artikel auf der ntv-Webseite verteidigt, während er in anderen Punkten das RKI scharf und berechtigt kritisiert. Dieser Punkt kam bei meinem Artikel zu kurz. Dabei ist die Liste der Kritik von Professor Kekulé noch gar nicht vollständig: Er kritisiert die Fehleinschätzung des Virus als "harmlos" zu Beginn der Pandemie, die anfängliche Ablehnung von Masken als "Keimschleudern", anfängliche Ablehnung von Schulschließungen und von Einreisekontrollen an Flughäfen, die wirkungslose Corona-Warn-App und falsche Daten und Prognosen zum Pandemie-Verlauf.

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In unserem Buch "Covid-19 - neuartig, gefährlich, besiegbar!" (Bittel - Mast - Wagner) wird auf S. 52ff unser Briefwechsel mit dem RKI und das Schreiben der Medizinierplattform im Internationalistischen Bündnis an das RKI dokumentiert. Hier wird das Wegducken des RKI in der Frage des Ursprungs von SARS-CoV2 kritisiert, die wissenschaftlich unhaltbare Ermittlung der Zahl der "Genesenen" (Post-Covid und Long-Covid fallen hier einfach unter den Tisch) und die Unfähigkeit, gemeinsam mit dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) eine umfangreiche Langzeitstudie zu Wirkung und Nebenwirkungen der einzelnen Impfstoffe zu organisieren. Eine solche permanente Organisierung des Erkenntnisfortschritts wäre aber weltweit notwendig, um die besten Impfstoffe für verschiedene Zielgruppen zu entwickeln, optimale Zeitpunkte für Booster-Impfungen und ein optimiertes System verschiedenster Labortests zu entwickeln. Im Sozialismus wäre das alles eine Selbstverständlichkeit.