Sieben Euro mehr

Sieben Euro mehr

Rentenerhöhung 2022 ist nicht mal Inflationsausgleich

Viele Rentnerinnen und Rentner bekommen nur rund sieben Euro monatlich mehr.

Korrespondenz
Nach Angaben der noch amtierenden geschäftsführenden Bundesregierung sollen die Renten 2022 nach einer Nullrunde 2021 im kommenden Jahr um 5 Prozent steigen. Das klingt im ersten Moment erfreulich. Bei näherer Analyse entpuppt sich diese Rentenerhöhung als ein armseliges Zugeständnis der (neuen) Bundesregierung.
Rentner mit geringer Rente bekommen nur rund sieben Euro mehr - berücksichtigt man die jetzige allgemeine Teuerungsrate von 4% und die steigenden Abgaben zur Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner. Für sie ist die Rentenerhöhung nicht einmal der Tropfen auf den heißen Stein.
Dazu ein Rechenbeispiel: Monatliche Bruttorente = 1000,00 Euro + Erhöhung 5 Prozent = 50,00 Euro, insgesamt = 1050,00 Euro. Davon abgezogen Kranken- und Pflegeversicherung von 7,85 Prozent = 82,43 Euro, Zwischensumme = 967,57 Euro. Jetzige Inflationsrate 4 Prozent = 38,70 Euro. Verbleiben = 928,87 Euro. Bisherige Nettorente bei 1000 Euro brutto: Abzug von 7,85 Prozent SozV = 921,50 Euro, Erhöhung = 7,37 Euro!
Diese Rentenerhöhung deckt damit knapp die aktuelle Inflationsrate ab und bringt keine Erhöhung der Kaufkraft. Die Armut von Beziehern geringer Renten verfestigt sich. Im Übrigen haben sich die Kosten der allgemeinen Lebensführung allein schon durch die Explosion der Mieten und der Energiekosten für Arbeiter- und Rentnerhaushalte um weitaus mehr als 4 Prozent erhöht. Nur eine Erhöhung des Rentenniveaus würde zu einer angemessenen Rentenerhöhung führen! Das ist jedoch Fehlanzeige - auch bei der neuen Regierung.