Athen - Hafen Piräus

Athen - Hafen Piräus

Streikende Hafenarbeiter bitten wartende Schiffsbesatzungen um Solidarität

Aus Athen berichtet unser Korrespondent, dass gestern die streikenden Cosco-Arbeiter zum Arbeitsministerium marschierten, um ihre Forderungen kundzutun.

Von Jordanis Georgiou

Dabei wurden sie von Delegationen vieler Sektoren unterstützt. Von Delegationen aus dem Baugewerbe, der Pharmazeutik, von Metallarbeitern, Beschäftigten der Milch-, Lebensmittel- und Getränke-Industrie, von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern des Bereichs Textilien - Bekleidung - Leder, von Kolleginen und Kollegen von Presse, Papierindustrie, dem Tourismus, der öffentlichen Verwaltung, dem öffentlichen Dienst, von Rentnerinnen und Rentnern und von den Parteien KKE und Pame.


Das Ministerium gab sich unwissend. Die unmenschlichen Arbeitsbedingungen durch viel zu kurze Pausen zwischen den Schichten und Dauernachtarbeit seien ihnen nicht bekannt. Dabei gibt es ständig Beschwerden durch die Gewerkschaft. Nachdem die Arbeiter ihre Forderungen nochmals vortrugen, antwortete ein Vertreter des Arbeitsministeriums ganz entsetzt: Sie brauchen mindestens einen Monat, um die Beschwerden und die Forderungen zu bearbeiten.

 

Die Hafenarbeiter versuchten, die Besatzungen der Schiffe zu erreichen, die draußen auf dem Meer warten, bis ihre Ladung gelöscht wird. In ihrem Aufruf schreiben die Hafenarbeiter: "An alle Schiffe, die auf der Schiene in Piräus auf den Einsatz im Cosco-Hafen warten. Die streikenden Hafenarbeiter wenden sich an Sie. Vor sechs Tagen verunglückte einer unserer Kollegen bei einem Arbeitsunfall während seiner Schicht. Der Unfall ereignete sich aufgrund mangelnder Sicherheitsmaßnahmen. Wir streiken für unser Recht auf Arbeit, für Sicherheitsmaßnahmen und einen Tarifvertrag. Ihre Solidarität ist unser wichtigster Verbündeter in unserem Kampf. Unser Kampf ist ein Kampf für alle Arbeiter".


Immer mehr Antworten der Schiffsbesatzungen mit Nachrichten in ihren eigenen Sprachen laufen bei den Streikenden ein.