Abschlusserklärung der Weltklimakonferenz in Glasgow

Abschlusserklärung der Weltklimakonferenz in Glasgow

Da kommen einem die Tränen

Nun haben sich also die Staaten bei der Klimakonferenz in Glasgow nach Verlängerung geeinigt. Auf was eigentlich?

Von Landesleitung Ost der MLPD
Da kommen einem die Tränen
Bild vom Umweltkampftag 2018 in Gelsenkirchen (rf-foto)

Von einer Wischi-Waschi-Formulierung ausgehend: Die Staaten sollen „ihre Bemühungen in Richtung eines Ausstiegs aus der Kohlenutzung beschleunigen“ heißt das Ergebnis nun: „Die Staaten sollen die Nutzung von Kohlekraftwerken ohne CO2-Abscheidung schrittweise verringern“. Und dieses seichte Ergebnis wird von EU-Kommissar Frans Timmermann als „historisches“ Ergebnis beurteilt.

 

Aber es geht weiter. Die Staaten nehmen sich vor, gemeinsam die Erderwärmung bei 1,5 Grad zu stoppen, dazu sollen sie bis Ende 2022 ihre bisher unzureichenden Klimaschutzpläne nachschärfen. Was soll das denn nun heißen?

 

China will die Treibhausgasemissionen erst irgendwann vor 2030 und CO2-Neutralität erst bis 2060. Und macht dann noch eine Vereinbarung mit den USA, dass die „Kluft“ zwischen den 1,5 Grad-Zielen und den gegenwärtigen Klimaschutzmaßnahmen anerkannt wird, und dass dies mit „konkreten Plänen“ verringert wird.

 

Abgesehen davon, dass das 1,5-Grad-Ziel völlig unzureichend ist, heißt das zusammengefasst: Jeder kann machen was er will, ist zu nichts verpflichtet, wird von niemandem kontrolliert.

 

Da kommen dem normalen Menschen schon die Tränen, aber nicht nur uns, auch der britische COP26-Präsident Alok Scharma kämpfte mit den Tränen. Dem Menschen, der als Inbild des rechten Spektrums gilt, der mit seiner Buisiness-as-usual Mentalität dringend notwendige Fortschritte in puncto Klimaschutz verhindert (Zitiert aus „Finanz und Wirtschaft). Von einer Schauspielausbildung war allerdings nirgendwo die Rede.

Massive Verschärfung des imperialistischen Ökologismus

Das Ergebnis ist ein "weiter so". Das bedeutet, eine massive Verschärfung des imperialistischen Ökologismus. Es ist angesichts der immer extremer werdenden Wetterlagen, der Umweltkatastrophen, diverser nicht mehr zu ändernder Kipppunkte und der Tatsache, dass wir mitlerweile "fünf nach zwölf" haben, eine Unverschämtheit, so etwas überhaupt zu präsentieren.

 

Greta Thumberg kommentiert die Ergebnisse: „Die COP26 ist vorbei. Hier eine kurze Zusammenfassung: „...Aber die echte Arbeit geht außerhalb der Hallen weiter. Wir werden niemals aufgeben, niemals.“

Die Ergebnisse machen die ganze Menschenverachtung des Imperialismus deutlich

Sie hat allerdings absolut recht, dass wir niemals aufgeben werden. Deshalb benötigen wir weltweit einen aktiven Widerstand gegen die drohende globale Umweltkatastrophe.

 

Wir wolle klare Festlegungen zum wirksamen Umweltschutz gegen die Umweltverbrecher in allen Staaten und keine Krokodilstränen.

Wirklicher Umweltschutz statt Greenwashing!

Stopp CO2-Steuer! Umweltschutz auf Kosten der Konzerne!