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Schriftsteller Arash Ganji im Gefängnis

Der iranische Schriftsteller Arash Ganji wurde nach seiner Verurteilung 2020 nun im berüchtigten Evin-Gefängnis des Geheimdienstministeriums eingekerkert. Er hat ein Buch über einen von Kurden angeführten Aufstand in Syrien übersetzt, das von den iranischen Behörden als Bedrohung der „nationalen Sicherheit“ angesehen wurde. Insgesamt wurde er zu einer Haftstrafe von elf Jahren verurteilt. Er ist führendes Mitglied des iranischen Schriftstellerverbandes, der seit den 1980er-Jahren verboten ist. Auch weitere Mitglieder des Vorstandes sind inhaftiert.

Von jg
Schriftsteller Arash Ganji im Gefängnis

Arash Ganji hat auch zahlreiche Bücher von Stefan Engel – wissenschaftliche Abhandlung über die internationale Geschichte der Arbeiterbewegung, gesellschaftliche Perspektiven der Menschheit und zur bedrohlichen Entwicklung der Umweltkrise – auf Farsi übersetzt. Schon gegen seine Verurteilungen hat Stefan Engel im Januar 2020 auch beim Uno-Generalsekretär, Antonio Guterres, gegen die Kriminalisierung und Verurteilung des Schriftstellers protestiert. Das faschistische Regime des Iran greift immer wieder zu drastischen Strafen, willkürlichen Verhaftungen, Folterungen und Ermordung von Regime-Gegnern.

Der iranische Schriftstellerverband veröffentlichte am 2. November folgende Solidaritätserklärung:

„Die Islamische Republik Iran, sperrte ihn, wie Hunderte andere freie Menschen, ein. Aber der Kampf um Meinungsfreiheit kennt auch keine Grenzen; (…) Wir fordern alle unabhängigen Schriftsteller und internationalen Organisationen auf, ihre Stimme zu erheben, um gegen die Inhaftierungen von Arash Ganji und die systematische Unterdrückung der Meinungsfreiheit in Iran zu protestieren (…) Arash Ganji leidet an einer Herzkrankheit und jeder Druck und Stress gefährdet seine Sehkraft. Die Regierung der Islamischen Republik und ihre Justiz sind zweifellos für alles verantwortlich, das seine Gesundheit und sein Leben beeinträchtigt. Der Schriftstellerverband Iran verurteilt die Vollstreckung der Haftstrafe von Arash Ganji und fordert seine bedingungslose Freilassung, sowie die weiterer Mitglieder des Vereins und alle politischen und ideologischen Gefangenen.“

Solidarität ist geforderten

Das faschistische Regime ist angesichts einer seit Jahren anhaltenden Wirtschaftskrise – verschärft durch die Sanktionen des US-Imperialismus - der unkontrolliert sich entfaltenden Corona-Pandemie, aber v. a. auch durch anhaltende Massenproteste mit Arbeiterstreiks an der Spitze, verunsichert. Umso bedeutender ist es, die Solidarität mit Protestschreiben an die iranische Botschaft auszudrücken. Auch Solidaritätsschreiben über PEN-International stärken die Kampfmoral von Arash Ganji, der trotz seiner Herzerkrankung, unbeugsam ist!

Adressen:

info@iranbotschaft.de

info@pen-international.org

 

Hier geht es zur einer Solidaritätserklärung des Umweltkampftags Hamburg-Altona mit Arash Ganji