UPML und Freunde der ICOR in Frankreich

UPML und Freunde der ICOR in Frankreich

Umweltkampftag: "Das Kapital erschöpft beide - den Arbeiter und die Natur"

Für den 6. November hatten wir den Aufruf der ICOR einladend gestaltet. Diesen Aufruf verbreiteten wir in unserem Umfeld, an einem Protest-Stand an der Universität und in einem Arbeiterviertel, bei einer Kundgebung am 6. November sowie vor einem SNCF-Unternehmen, bei dem wir seit einigen Jahren auftreten.

Korrespondenz
Umweltkampftag: "Das Kapital erschöpft beide - den Arbeiter und die Natur"
Das Poster und di eEinladung zur Veranstaltung in Paris (foto: UPML)

Außerdem vertiefte ein Faltblatt der UPML die Umweltfrage für Frankreich, prangerte die Politik und Standpunkte der Regierung und der verschiedenen Parteien an, auch, um die Notwendigkeit der Gründung einer neuen revolutionären Partei aufzuzeigen. Das Thema interessiert und wir hatten viele Diskussionen ! Mit den ICOR-Plakaten "Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft - revolutionäre Lösungen sind notwendig!" luden wir zur Gesprächsrunde über das Thema ein, in unserem "Café militant", das sich als kollektive und populäre Schulung versteht.

Wer ist für die erschreckende Zerstörung der Umwelt verantwortlich?

Viele Debatten auf der Straße drehten sich um diese Frage. Ein Teil der Menschen ist antikapitalistisch eingestellt und beschuldigte die großen Konzerne. Sie sahen in der COP26 eine Vertuschung der Wirklichkeit. Das grandiose Scheitern der COP wird sicherlich das Misstrauen und die Distanz zu den Herrschenden vertiefen.

 

Ein anderer Teil der Bevölkerung ist der Meinung, dass "wir alle verantwortlich sind", denn wir lebten im Luxus und übermäßigen Konsum. In den anschließenden Diskussionen wurde jedoch festgestellt, dass das Problembewusstsein in der Umweltfrage zunimmt und man individuell schon einiges unternimmt (Mülltrennung, Vermeidung von Verschwendung usw.). Die Beschuldigung der Bevölkerung als unkritische Konsumenten, die Appelle, Bio-Produkte zu kaufen usw. - das ist die bürgerliche Propaganda, die von den großen Medien breit transportiert wird.

 

Nicht nur, dass diese Propaganda die Hauptverschmutzer, die multinationalen Konzerne, aus der Schusslinie nimmt. Der "neue Verbraucher" soll dazu gebracht werden, "saubere" Produkte zu kaufen, denn "Umweltprodukte" sind ein neuer Markt! Die Propaganda: "Wir sind alle dran schuld" ist kontraproduktiv zur notwendigen Bewusstseinsbildung - vor allem der verarmten Schichten, die die damit verbundene Heuchelei sehr wohl durchschauen. Durch Schuldzuweisungen sollen wir die ständig steigenden Preise akzeptieren - bei Benzinsteuern, Plaketten für "saubere Autos", Bioprodukten usw. Die ökologische und die soziale Frage müssen Hand in Hand gehen, um zu überzeugen! Deshalb machen wir unsere Stände vor allem unter dem Proletariat - unter der Leitlinie von Karl Marx: "Das Kapital erschöpft beide - den Arbeiter und die Natur."

 

Unsere Debatten wurden auf unserer öffentlichen Veranstaltung fortgesetzt, über die wir im ICOR-Webinar am Samstag, dem 27. November 2021, sprechen werden. Macht mit beim Webinar! (Mehr dazu hier)