Baden-Württemberg

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Fast zwei Jahre Pandemie und für die Kinder wurde am wenigsten getan

Es werden nahezu aller Fragen der Corona-Pandemie auf die Massen abgewälzt. In neuem Maße wird es auf Eltern, Lehrer und Schüler abgeschoben, dass Kinder geimpft werde oder ob man sich individuell in Schulschließung begibt, oder welche Masken getragen werden sollen. Lehrer kaufen oft auf eigene Kosten CO2-Meßgeräte für ihre Schulklassen, organisieren Decken o. ä. um entsprechende Lüftungen durchzuführen, da bis heute (in Baden-Württemberg) keine Luftfilter in den Klassenzimmern zur Verfügung gestellt werden. Ein Skandal in einem der reichsten Länder der Erde nach fast zwei Jahren Pandemie. Eine besonders schlaue Idee hatte jetzt die baden-württembergische Landesregierung, wenn sie den Eltern frei stellt, ihre Kinder ab dem 18. Dezember zu Hause zu lassen oder noch bis 22. Dezember in die Schule zu schicken. Das heißt für Lehrer, dass sie nun zweifachen Unterricht für die Schüler vor Ort und die Schüler zu Hause organisieren müssen.

Korrespondenz

Für Kinder, deren Eltern arbeiten müssen, heißt das, dass sie das Risiko einer Infektion bis kurz vor Weihnachten tragen müssen und damit der Besuch bei Großeltern und Familienfeiern infrage gestellt sind. Eine Frechheit, anstatt für alle vorgezogene Weihnachtsferien zu geben - auch in den Betrieben - und darüber hinaus eine Kleingruppenbetreuung, für Kinder deren Eltern in gesellschaftlich lebensnotwendigen Bereichen arbeiten.

Noch kurz vor den Herbstferien wurde die Maskenpflicht in den Schulen aufgehoben und nach steigenden Infektionszahlen wieder eingeführt. So treten in der Jahrgangsstufe meines Grundschulkindes wöchentlich neue Corona-Fälle auf. Ein positiver Fall führt heute ja nicht mehr zur Quarantäne, sondern nur zu täglichem Testen und Maskentragen.

 

Immer mehr Kinder und Jugendlichen entschieden sich FFP2- Masken zu tragen, um einen besseren Schutz für sich und andere zu gewährleisten.

 

Die größte Sorge allerdings ist die Frage nach der Impfung von Kindern zwischen fünf und elf, die die (Ständige Impfkommission) Stiko nur für Vorerkrankte empfiehlt und für alle anderen Kinder die Eltern in die Verantwortung nimmt¹ Auch wenn Kinder ein geringes Risiko haben, schwer an Corona zu erkranken, so muss doch auch dieses Risiko minimiert werden, da neurologische Schäden, die mit Covid-19 im Zusammenhang gebracht werden, durch eine Impfung unwahrscheinlicher werden.

 

Wir haben uns gemeinsam mit anderen Eltern dafür entschieden, unsere Kinder impfen zu lassen und werden als große Gruppe mit mehreren Kindern zwischen sechs und elf Jahren gemeinsam zum Impfen gehen. Das ist nicht nur für die Kinder gut, sondern auch für die Eltern. Gerade wenn Kinder wissen, dass sie damit nicht nur sich, sondern auch ihre Großeltern und andere Menschen schützen, sind hierfür bereit und unterstützen dieses Vorgehen.