Indien

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Massaker der indischen Armee an Bergleuten im Nagaland

Die Provinz Nagaland liegt im äußersten Nordosten Indiens und grenzt unmittelbar an Myanmar. Im Kampf gegen vermeintliche Aufständische wird eine Sondereinheit der indischen Armee dort eingesetzt.

Korrespondenz

Am Samstag, dem 4. Dezember 2021, wurden in unmittelbarer Nähe der örtlichen Steinkohlegruben von einer indischen Sondereinheit mit Namen AFSPA Bergleute, die gegen 15.30 Uhr in einem Pick Up von der Arbeit in ihr Heimatdorf Oting zurückkehrten, erschossen. Insgesamt wurden 13 Zivilisten erschossen, 14 weitere schwer verletzt. Die im Nagaland verbreitete Naga Students Federation (NSF) hat aus Protest gegen dieses Massaker fünf Tage Trauer angekündigt und in der Stadt Kohma eine Protestdemonstration durchgeführt.

 

Der achtunddreißigjährige Naoman Konyak, Nachbar der ermordeten Bergleute und selbst Bergmann in den Kohleminen, sagt: "Die Morde vom 4. Dezember verderben den Namen der indischen Armee. Ich war mir sicher, dass sie keine unbewaffneten Menschen erschießen würden. Aber unser Denken hat sich geändert. Der Eintritt in die indische Armee war früher die ehrenvollste Aufgabe, aber jetzt fordern die Dorfbewohner, dass sie unser Land verlassen sollten."

 

Ein anderer Anwohner wies die Behauptung der Armee zurück, dass der Vorfall auf eine falsche Identität zurückzuführen sei, und sagte: "Der Hinterhalt war kaum wenige Meter vom Kohleabbaugelände entfernt und die Dörfer sind in der Nähe. Wie konnten sie einen Hinterhalt so nahe an zivile Wohngebiete legen?"

 

Solidaritätserklärungen können an die E-Mail-Anschrift nagastudents1947@gmail.com geschickt werden.