ICOR-Resolution

ICOR-Resolution

Nieder mit dem Militärputsch im Sudan!

Die revolutionäre Weltorganisation ICOR hat mit einer Resolution gegen den Putsch der reaktionären Militärjunta im Sudan protestiert.

Dokumentiert von der ICOR-Homepage

Am 25. Oktober 2021 führte die reaktionäre Militärjunta im Sudan einen Militärputsch durch. Sie löste den Souveränen Rat und die Regierung auf, verhängte den Ausnahmezustand. Das Militär inhaftierte Premierminister Abdullah Hamdok sowie mehrere Minister und zivile politische Führer. Diese Personen hatten seit der Volksrevolution vom Dezember 2018 die Regierung in Zusammenarbeit mit dem Militär geführt. Die Revolution hatte die Herrschaft der Muslimbruderschaft unter Führung von Omar al-Bashir beendet, der sein Volk verarmt, seine Ressourcen verkauft und Kriege, Krankheiten und Epidemien über das Land gebracht hatte. Dieser Regierungswechsel hatte aber die Machtverhältnisse nicht grundlegend verändert.

 

Angesichts des Militärputsches zeigt das mutige sudanesische Volk einen außergewöhnlichen Kampfgeist. Angeführt von Revolutionären, ist es auf die Straße gegangen und hat zum zivilen Ungehorsam und zu einem allgemeinen Sitzstreik aufgerufen. Das Militär begegnete dem Volksaufstand mit Feuer und Repression, wobei mehr als 35 Menschen getötet wurden.

 

Daher erklärt die ICOR, dass sie ...

  1. den Militärputsch der Militärjunta verurteilt. Diese bildet eine reaktionäre Marionettenregierung. Diese hat im übrigen ihre Beziehungen mit dem reaktionären, zionistischen Israel forciert. Die ICOR sieht das Ziel des Putsches darin, zum Zustand der Diktatur, Tyrannei und Ungerechtigkeit zurückzukehren, gegen den sich das sudanesische Volk zuvor erhoben hat.
  2. den Aufstand des sudanesischen Volkes mit seinen Frauen und Männern und mit all seinen Akteuren, insbesondere den Arbeitern und armen Bauern, entschieden unterstützt. Die ICOR unterstützt den Aufstand, der von der Sudanesischen Kommunistischen Partei geführt wird, vom Gewerkschaftsdachverband und allen revolutionären und fortschrittlichen nationalen Kräften. Sie begrüßt sehr den Aufruf zu zivilem Ungehorsam und Sitzstreiks zur Beendigung des Putsches und zum Sturz des Regimes.
  3. der Ansicht ist, dass die Revolution trotz des Sturzes des Chefs des Marionettenregimes, Omar al-Bashir, und der Muslimbruderschaft, die die Reichtümer des Sudan geplündert haben, ihre Aufgaben nicht vollendet hat und das Marionettenregime an Ort und Stelle geblieben ist. Es hat mit Waffenstillstand und Manövern gearbeitet, bis es wieder zu Atem gekommen ist.
  4. sie daran erinnert, dass die Geschehnisse im Sudan als wichtige Lektion für die Kommunisten und Revolutionäre betrachtet werden. Diese Lektion lautet, dass wir während revolutionärer Kämpfe niemals in unserer Aufmerksamkeit nachlassen dürfen. Was auch immer ihre Form und Taktik sein mag, ob Vormarsch oder Rückzug, wir müssen standhaft bleiben, bis wir letztendlich das strategische Ziel erreicht haben, nämlich den Sturz der pro-imperialistischen reaktionären Regime und die Errichtung der Herrschaft der Arbeiter und armen Bauern sowie den sozialistischen Übergang zu einer neuen Gesellschaft.
  5. alle kommunistischen Parteien, alle Kräfte für nationale und soziale Befreiung und revolutionären Kräfte in Afrika, der arabischen Welt und der ganzen Welt aufruft, diesen Staatsstreich zurückzuweisen und zu verurteilen. Die ICOR ruft dazu auf, den Volksaufstand in seinen verschiedenen Erscheinungsformen zu unterstützen und mit allen verfügbaren Mitteln Kampagnen zur Unterstützung der Bevölkerung zu organisieren.

 

  • Nieder mit dem Militärputsch!
  • Ehre den Märtyrern!
  • Sieg für die Arbeiter und die unterdrückten Volksmassen im Sudan!

 

Die Resolution steht auf der Webseite der ICOR auf deutsch und englisch und mit allen bisherigen Unterzeichnern zur Verfügung