Hamburg

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Verkauf der Airbus-Kleinteilefertigung?

Die zweite Warnstreikwelle zwischen dem 2. und 4. Dezember bei Airbus war ein voller Erfolg: über 20.000 Airbus- und PAG-Kolleginnen und -Kollegen streikten bundesweit über zwei Tage.

Korrespondenz

Die Produktion stand! Trotz verschiedener Drohungen und Betteln vonseiten der Airbus-Manager, "doch die Auslieferungszahlen im Dezember nicht zu gefährden". In verschiedenen Werken gab es aktive Streikmaßnahmen wie in Augsburg und Varel (Streikposten, Feuertonnen …), im Hamburger Werk gab es eine selbstorganisierte Demonstration von IG-Metall-Mitgliedern über das Werksgelände, ganze Arbeitsgruppen verabredeten sich, am Streik teilzunehmen. Und das Ganze, ohne dass dafür Streikgelder gezahlt wurden.

 

Und mitten in diesem Kampf und ersten Erfolgen - zeitliche Aufschiebung der Umstrukturierungspläne und Verkaufsabsichten - ließ der norddeutsche Bezirksleiter der IG Metall, Daniel Friedrich, am 14. Dezember verlauten: "Die IG Metall zeigt sich offen für den umstrittenen Verkauf der Airbus-Kleinteilefertigung." (Dpa-Meldung). Und weiter: "Aber wir erwarten natürlich, dass auch Airbus die andere Alternative seriös prüft und nicht noch mit weiterem Personalabbau dann droht."

 

Kein Wort mehr vom Kampf um jeden Arbeitsplatz, Widerstand gegen Verkauf und Ausgliederung, gegen umfassende Verschlechterung. Statt vorbeugendem Gehorsam für die Airbusprofite – jetzt die Kampfmaßnahmen verstärken, selbständig die Initiative ergreifen!