Betriebsratswahlen 2022

Betriebsratswahlen 2022

Kämpferische Kandidatinnen und Kandidaten aufstellen

Die Koordinierungsgruppe Deutschland der Internationalen Automobilarbeiterkoordination ruft dazu auf, bei der Betriebsratswahl 2022 kämpferische, mit den Kollegen eng verbundene Kandidaten aufzustellen.

IAC-Koordinierungsgruppe

Die Betriebsratswahlen im Frühjahr 2022 stehen an, in vielen Betrieben ist die Listenaufstellung schon fortgeschritten. Gerade für die kommenden Zeiten ist es wichtig, kämpferische Betriebsräte aufzustellen und zu wählen. Dazu dürfen sie sich von den Fesseln des reaktionären Betriebsverfassungsgesetzes nicht knebeln lassen, sondern müssen diese geschickt umgehen. Statt als Co-Manager die Profitpläne der Konzernbosse mitzutragen, sollen sie eintreten für den gewerkschaftlichen und selbständigen Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz, für konsequenten Umwelt- und Gesundheitsschutz.

 

Teilweise polarisiert die Debatte um das Scheitern des bürgerlichen Corona-Krisenmanagements und die Unzufriedenheit mit dem Co-Management mancher Betriebsräte. Dies nutzen faschistische Kräfte bei der Betriebsratswahl, um Einfluss in den Betrieben zu bekommen. Wie aus Ostdeutschland berichtet wird und in den Daimler Werken durch "Zentrum Automobil", sind dann Gewerkschaften und „Linke“ der Hauptgegner – nicht die Monopole. Vermeintliche Kritik am Co-Management der IG-Metall-Führung mündet in reaktionärste, arbeiter- und gewerkschaftsfeindliche Positionen: Gewerkschaften sollten sich um Erhalt von Arbeitsplätzen ausschließlich in der „deutschen Volkswirtschaft“ kümmern. In einigen Betrieben will das faschistoide „Zentrum Automobil“ kandidieren. „Kein Platz für Nazis“ unter diesem Motto protestierten Gewerkschafter bei einer Betriebsversammlung von Daimler in Untertürkheim.

 

Klärt die Kolleginnen und Kollegen auf, keinen Fußbreit den Faschisten! Gib Antikommunismus / Faschismus / Rassismus / Antisemitismus keine Chance, und gerade deswegen müssen die undemokratischen Unvereinbarkeitsbeschlüsse in der IG Metall weg und ausgeschlossene Kolleginnen und Kollegen müssen rehabilitiert werden. Wer für den Sozialismus ist und am konsequentesten gegen den Kapitalismus eintritt, hat seinen Platz in einer Einheitsgewerkschaft.

 

In zahlreichen Werken soll es mehrere Listen zur Betriebsrats-Wahl 2022 geben. Dies werten wir als Tendenz der Spaltung in der Belegschaft und es hat auch eine Ursache im Handeln einiger Betriebsratsvorsitzender. Denn die Belegschaften stehen der Macht von großen Konzernen gegenüber. Dafür ist notwendig, die IG Metall zur Kampforganisation zu entwickeln und dass sich die Betriebsräte in den Dienst einer kämpferischen Belegschaft stellen. Deshalb ist es richtig, dass Kollegen und Kolleginnen gegen Gemauschel und für demokratische Methoden bei der Listenaufstellung aktiv werden. Treten wir ein für Persönlichkeitswahl und Aufstellung der gewerkschaftlichen Liste in einer Urwahl durch die Mitglieder. Falls es dennoch zur Listenwahl statt Persönlichkeitswahlen kommt, sollten kämpferische Kolleginnen und Kollegen, die aus ihren Bereichen breite Unterstützung haben, auf den vorderen Plätzen platziert werden.