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Streik beim amerikanischen Cornflakes-Hersteller Kellogg's beendet

Der Streik beim amerikanischen Cornflakes-Hersteller Kellogg's ist beendet.

Korrespondenz

Darüber, wie das Ergebnis zu bewerten ist, gibt es eine entfaltete Auseinandersetzung. Der auf fünf Jahre abgeschlossene Vertrag beinhaltet nur eine kleine Lohnerhöhung im ersten Jahr und nur Anpassungen an die Lebenshaltungskosten in den folgenden Jahren.

 

Nach der Drohung, alle Streikenden zu entlassen, hatte sich die Solidarität im Land weiterentwickelt und Präsidenten Joe Biden äußerte sich besorgt über die Pläne von Kellogg's, wohl um eine scharfe Auseinandersetzung zu vermeiden. Ein örtlicher Gewerkschaftsaktivist, Trevor Bidelman, äußerte sich dennoch enttäuscht: "Unser größtes Anliegen war ein klarer Zeitpunkt, wann man von einem Einsteiger zu einem regulären Vollzeitjob kommt. In unserer lokalen Gewerkschaftsgruppe sind wir entwas enttäuscht."

 

Das wurde nicht erreicht, da in Zukunft jährlich nur 3 Prozent der in Teilzeit und befristet eingestellten Einsteiger übernommen werden. Andere äußerten sich stolz über ihren Kampf und dass sie für ihre Zukunft gekämpft haben. Es gibt auch Kritik an der Gewerkschafstführung der BCTGM, die nur relativ niedrige Streikgelder zahlte. "Es war ein Riesen-Schritt, dass wir so lange gestreikt haben", sagt Trevor Bidelmann, "das inspiriert viele". Ein anderer Arbeiter wertet aus: "Wir gehen definitiv stärker in das Gebäude zurück, als wir rausgegangen sind."

 

Ein wichtiger Streik für das Klassenbewusstsein - nicht nur für die 1.400 Kellog's-Arbeiter, sondern die ganze amerikanische Arbeiterklasse.