Entschlossener Kampf um höhere Löhne

Entschlossener Kampf um höhere Löhne

Frankreich: Gewerkschaften rufen zu Aktionen am 27. Januar auf

In einem gemeinsamen Appell vom 17. Dezember rufen die französischen Gewerkschaften CGT, FO, FSU und Solidaires sowie verschiedene Schüler- und Studentenorganisationen für Donnerstag, den 27. Januar 2022, zu einer berufsübergreifenden Mobilisierung für Löhne und Arbeitsplätze auf.

Korrespondenz

Im Aufruf heißt es:

 

"27. Januar 2022. Die Zeit ist reif für die Mobilisierung aller. Niemand kann die sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ignorieren, die Preiserhöhungen für täglichen Grundbedarf, für Energeie und Lebensmittel. Der Lebenshaltungskosten für alle und jeden, für Jugendliche, Erwerbstätige, Arbeitssuchende und Rentner. Wie jeder weiß, stagnieren die Löhne und Gehälter, die Renten und die Sozialleistungen oder sie sinken sogar im Verhältnis zur Inflation - sowohl in der Industrie wie auch im Öffentlichen Dienst.

 

Ohne eine Erhöhung des Indexpunktes und des Mindestlohns wird es keine Fortschritte für die Arbeiterinnen und Arbeiter geben, deren Branchenmínima derzeit unter dem Mindestgrundlohn liegen. Die Organisationen CGT, FO, FSU, Solidaires, Fidl, MNL, Unef und UNL beanstanden gleichzeitig, dass die Regierung an ihrer "Reform" der Arbeitslosenversicherung festgehalten hat, die zur Folge haben wird, dass zu viele Arbeiterinnen und Arbeiter in Niedriglohn-, Teilzeit- oder befristeten Arbeitsverhältnissen gefangen sind.

 

Die Rentnerinnen und Rentner warten immer noch auf eine Entscheidung über eine sofortige Erhöhung ihrer Renten, sowohl der Grundrenten als auch der Zusatzrenten, deren letzte Erhöhung auf einem Niveau weit unterhalb der Inflationsrate gedeckelt wurde.

 

Die Jugend, die mit unsicheren Lebens- und Arbeitsbedingungen und Armut konfrontiert ist, die durch die gesundheitliche, wirtschaftliche und soziale Krise noch verschärft werden, erwartet eine Antwort zu den von der Regierung geplanten Reformen in den Bereichen Bildung, Ausbildung und Arbeitslosenversicherung.

 

Die Organisationen CGT, FO, FSU, Solidaires, Fidl, MNL, Unef und UNL unterstützen die Aktionen und Mobilisierungen, die in den kommenden Tagen und Wochen organisiert werden, um Lohnerhöhungen zu fordern und Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen zu verteidigen, und rufen für Donnerstag, den 27. Januar 2022, zu einer berufsübergreifenden Mobilisierung für Löhne und Beschäftigung auf.

 

Es ist dringend und unerlässlich, dass wir alle gemeinsam durch Streiks und Demonstrationen für eine sofortige Erhöhung aller Löhne und Gehälter im privaten und öffentlichen Sektor, für Leistungen für Jugendliche in der Ausbildung und auf Arbeitssuche sowie für eine Verbesserung der Renten der Rentnerinnen und Rentner eintreten."

 

Für Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen, Arbeiterinnen, Arbeiter, Azubis und Rentner ist diese Kampfentschlossenheit eine Herausforderung, von Frankreich zu lernen und für die wichtigen Arbeiterforderugen zu streiken und zu demonstrieren: Für Lohnnachschlag, für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, für ein allseitiges und vollständiges gesetzliches Streikrecht!