Südafrika

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Clover geht mit Gewalt gegen Streikende vor

Seit neun Wochen stehen die Belegschaften der Clover-Werke in Südafrika nun im selbständigen Streik auf der Basis von „no work no pay".

Korrespondenz
Clover geht mit Gewalt gegen Streikende vor
Marsch von Clover-Arbeitern (Quelle des Fotos: groundup.org.za)

Dieser hartnäckige Kampf gegen Entlassungen, Betriebsschließungen, 20 prozentige Lohnkürzung und den Ausverkauf der südafrikanischen Molkereiindustrie an ein israelisches Monopol wird jetzt von Clover auch mit offener Gewalt geführt.

 

Ein Erfolg war, dass ein Gericht die Auszahlung des bisher einbehaltenen 13. Monatsgehalts anordnete. Allerdings fanden die Arbeiter nur Bruchteile des ihnen zustehenden Geldes auf dem Konto. Dann wurden die Autos von zwei Streikenden in die Luft gejagt, mehrere Streikende erhielten „Besuch" von fünf Wagenladungen von Männern und zahlreiche Kollegen erhielten Drohanrufe. Gestern schossen Securityleute mit Gummimunition und Tränengas auf 300 Streikposten am Werk in Ekurhuleni (bei Johannesburg), die gerade Essenspakete austeilten. Mehrere Arbeiter wurden verletzt.

 

Heute forderte ihr Gewerkschaftsverband SAFTU zahlreiche andere Gewerkschaften, darunter den mächtigen Verband COSATU, auf, sich dem Streik anzuschließen. Die Kollegen setzen starke Hoffnungen auf das Eingreifen der Regierung. Das wird von der im Streik engagierten trotzkistischen Partei Workers Socialist Party WASP gefördert mit dem illusionären Ruf nach Verstaatlichung. Das zeigt der von Korruption zerrüttete staatliche Stromkonzern Eskom. Eskom beutet seine Arbeiter aus wie alle anderen kapitalistischen Monopole und verlangt zudem Monopolpreise von den Massen.

 

Am 25. Januar soll ein nationaler Aktionstag stattfinden.