Hattingen

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Gelungene Absage an die „Querdenker“

Der Untermarkt in Hattingen wurde am 21. Januar für über 400 Demonstrantinnen und Demonstranten eines breiten fortschrittlichen Spektrums, die zu einer Kundgebung zusammengekommen waren, alle mit Masken und unter Corona-Schutzbedingungen, zu klein.

Korrespondenz
Gelungene Absage an die „Querdenker“
Klare Kante in Hattingen (rf-foto)

Sie erteilten den montäglichen „Spaziergängen“ der „Querdenker“-Szene eine Absage. Sie taten das entgegen Dirk Glasers bürgermeisterlichen Mahnungen: „Keine Proteste“ oder „Abwertung von anderen Meinungen“.

 

Die Forderung nach einer Impfpflicht hatte breite Zustimmung, die Forderungen auf Pappen dazu wurden begrüßt. Der Bürgermeister versuchte in seiner Rede einerseits eine Versöhnung mit „Querdenkern“, verlangte Zuhören und Überzeugen. Zugleich sprach er sich dafür aus, in Hattingen Kante gegen „Querdenker“  zu zeigen – nur nicht mit „lauten Demonstrationen“.

 

Natürlich ist es richtig, der bisher 80 Hattinger Bürgerinnen und Bürger, die an Corona verstorben sind, würdig zu gedenken. Ausdrücklich sollte aber auch gestern nicht demonstriert werden.

 

Einige Hattinger ließen es sich nicht nehmen, Forderungen zum wirksamen Kampf gegen die Pandemie, und Schlussfolgerung aus der todbringenden bürgerlichen Politik auf die Straße zu tragen, wie: Kritik der untauglichen Maßnahmen nur auf dem Rücken der Massen bei gleichzeitigem Schutz der kapitalistischen Produktion, auch die rechten „Querdenker" anzugreifen.

 

Der Versuch der Veranstalter aus dem Rathaus misslang, dieses zu Beginn vor allem MLPD-Vertretern gegenüber zu unterbinden. Viele Beteiligte begrüßten unsere Forderungen. Ordner, teils bekannte SPD-Stadträte, mokierten sich zwar. Der Versuch misslang aber wie gesagt. Viele Beteiligte unterstützten uns.