Corona

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Nein zum „Impfstreik“ von „Zentrum Automobil“!

Die faschistische Betriebsratsgruppe bei Daimler in Stuttgart, „Zentrum Automobil“ (Kurz: „Zentrum“), fordert in ihrem Artikel „Von der Welle zum Tsunami“ einen „Impfstreik“.

Von gös

Zur Begründung heißt es dort: „Viele Kollegen sind psychisch am Ende. Sie haben sich die mRNA-Therapie spritzen lassen, um wieder ein normales Leben zu führen … Die Realität jetzt: ‚Impfungen‘ alle paar Monate, trotzdem Tests für Geimpfte, trotzdem Lockdown für Geimpfte, mitspielen oder ausgegrenzt werden.“ Wie? Impfungen und wichtige Maßnahmen zum Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus bringen die Kollegen ans „psychische Ende“? Sicher wollen die Kolleginnen und Kollegen ein Ende der Pandemie und ein Ende des desaströsen Krisenmanagements der Regierungen. Aber es ist Demagogie und Unsinn, wenn das „Zentrum“ den Kollegen unterstellt, sie würden sich nur aus „Gutgläubigkeit“ und nicht aus Einsicht in die Notwendigkeit des Gesundheitsschutzes impfen lassen. Und warum sollen wir nicht für einen Lockdown und Massentests eintreten, die der Überwindung der Pandemie dienen?

 

Kein Zweifel: Das „Zentrum“ versucht in seinem Aufruf zu einem „Impfstreik“ mit Lügen und Verdrehungen, die reale Bedrohung durch Corona zu leugnen und gefährdet damit letztlich im großen Umfang Menschenleben. Dabei beruft es sich auf das faschistische Online-Magazin „Compact“, das einen „Impfstreik“ ausdrücklich nicht als Streik zur Durchsetzung von Arbeiterinteressen gegen das Kapital sieht, und schon gar nicht als Kampf zur Durchsetzung einer Null-Covid-Strategie. Vielmehr sieht es die Notwendigkeit für einen solchen „Streik“, weil der Kampf gegen eine angebliche Abschaffung des Rechts auf körperliche Unversehrtheit durch Impfungen geführt werden müsse. Damit spielt es offensichtlich auf die unter „Verschwörungstheoretikern“ verbreitete Lüge an, Corona-Impfungen würden im großen Umfang die Gefahr lebensgefährlicher Thrombosen erhöhen. Tatsächlich liegt die Thrombose-Gefahr durch Corona-Impfungen gerade mal bei 0,16 Prozent pro 1000 Impfdosen!¹

 

Im Mittelpunkt des Artikels „Von der Welle zum Tsunami“ stehen die IG Metall, ver.di und Gewerkschaften, die den geforderten „Impfstreik“ nicht organisieren. Eine solche Forderung muss entscheiden zurückgewiesen werden, da es nicht die Aufgabe von Gewerkschaften ist, die Gesundheitsgefährdung der Massen durch Kampfmaßnahmen noch zu fördern.

 

Den Kollegen empfiehlt das „Zentrum“, bei den kommenden Betriebsratswahlen die Wahl von Kandidaten, die diese Politik durchsetzen. Nein zum „Impfstreik“! Keine Wahlzulassung für das „Zentrum Automobil“ bei den Betriebsratswahlen!