Philippinen

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Bomben und Granaten gegen indigene Gemeinden im Süden der Philippinen

Am 11. Januar 2022 verurteilte das regionale Operationskommando der NPA (Neue Volksarmee) von Süd-Mindanao in einer Erklärung die pausenlose Luftwaffenbombardierung und Artilleriebeschießung von Gemeinden und angestammten Ländereien der T´boli-Indigenen durch verschiedene Einheiten der philippinischen Armee (AFP).

Deutsch-Philippinische Freunde e.V. (Heidelberg)

Zwischen Februar 2017 und Oktober 2021 wurden mehr als 104 Luftangriffe und Bombardierungen sowie Artilleriebeschießungen gegen ländliche Gemeinden in Nord Cagayan de Oro und den südlichen Sarangani-Provinzen durchgeführt. Allein am 30. Dezember 2021 wurden durch Kampfflieger und Angriffshelikopter 12 Bomben auf die Farmen der Stadt T´boli abgeworfen. In dieser Gegend waren jedoch keine Einheiten der NPA.

 

Am 31. Dezember 2021 stürmten dann die AFP-Truppen die nahegelegene Siedlung von Busong Apang. Eine örtliche NPA-Einheit erwiderte das Feuer, sieben Soldaten wurden dabei getötet, drei verwundet. Auf Seiten der NPA gab es keine Opfer. Als Vergeltungsmaßnahme eröffnete die Armee Artilleriefeuer von den dort stationierten Militärschiffen gegen die Gemeinden. Hintergrund für die Aggressionsakte der AFP ist, dass in den Gebieten 88 Kiamba Bergbauentwicklunsaktivitäten stattfinden. Die Indigenen und örtliche Anti-Übertage-Bergbaugruppen leisten Widerstand gegen die Zerstörung der angestammten Ländereien und der Biodiversivität durch diese Betriebe.