Kassel

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Der Beratungsbedarf im Studierendenwerk ist explodiert.

„Studenten geht es schlecht“ so titelt die HNA (Hessisch-Niedersächsische Allgemeine) am 17. Januar 2022 zur Situation der über 24 000 Studenten in Kassel.

Korrespondenz

Der Beratungsbedarf im Studierendenwerk ist explodiert. Im wesentlichen haben Studenten finanzielle und psychische Probleme. Der Leidensdruck ist erheblich gestiegen, stellt das Studierendenwerk fest. Finanzielle Sorgen wegen der Miete oder dem Wegfall von Zweitjobs bedeuten, dass das Studium schon materiell gefährdet ist. Für viele ist sogar das Mensa-Essen zu teuer. Dazu – oder dadurch mit bedingt – kommen Motívationsprobleme, Zukunftsängste oder Einsamkeit, die durch die Pandemie verstärkt werden.

 

„Es geht darum, dass Studierende überleben können", meint eine Vertreterin des Studierendenwerks. Natürlich müssen Studierende individuell Hilfen bekommen. Die Lösung jedoch auf bessere finanzielle Hilfen und psychologische Beratung zu begrenzen, greift aber zu kurz. Die Ursachen der Probleme sind gesellschaftlich. Daher müssen sich die Studierenden organisieren, sich mit der Arbeiterbewegung zusammenschließen und über die gemeinsame Lösung ihrer Probleme beraten. Der geplante Studentenpolitische Ratschlag ist eine gute Möglichkeit dazu.