Mitteilung der Mediziner-Plattform im Internationalistischen Bündnis

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Therapie bei einem Omikron-Infekt

Wir wurden inzwischen mehrfach über Omikron-Infektionen, auch bei geboosterten Leserinnen und Lesern unserer Info-Mail, informiert. Dies war verbunden mit der Bitte, Hinweise für Therapie und Verhalten zu bekommen.

Von Dr. med. Günther Bittel
Therapie bei einem Omikron-Infekt
(grafik: HFCM Communicatie (CC BY-SA 4.0))

Wir verweisen hier auch noch einmal auf unser Buch "Covid-19 - neuartig, gefährlich, besiegbar!

Covid-19 - neuartig, gefährlich, besiegbar!

Wesentlich erweiterte 3. Auflage - 14 Euro

Fundierte Aufklärung - gegen Verharmlosung und Panikmache gleichermaßen

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Ergänzungen als ePDF

Wir haben darin empfohlen:

  • Frühzeitige Labordiagnostik, CRP, LDH, Großes Blutbild, D-Dimere
  • Bei erhöhten D-Dimeren oder Risikofaktoren für schweren Verlauf: Langzeit-Heparin, z. B. Enoxiparin täglich subkutan spritzen (rezeptpflichtig, muss ärztlich überwacht werden!)
  • Basis-Medikamente: Ambroxol, Vitamin C, Zink, Selen, Vitamin D, Artemisia annua (einjähriger Beifuss). Bei heftigeren Symptomen oder mehreren Risikofaktoren für schweren Verlauf; Vitamin C als Infusionstherapie (alles rezeptfrei, damit auch leider Selbstzahler-Medizin).

 

Neu seit einigen Wochen ist die Option für Patientinnen und Patient mit mehreren Risikofaktoren, eine antivirale Therapie verordnet zu bekommen. Voraussetzung: Noch keine Sauerstoff-Pflicht. Diese Medikamente sind in der EU noch nicht zugelassen, haben aber Notfallzulassungen für Großbritannien und die USA. Lagevrio kann auch in Deutschland zulasten der Bundesregierung verordnet werden (gleiche Kostenstelle wie Bestellung der Impfstoffe). Paxlovid hat bessere Erfolgsquoten, ist aber in Deutschland noch nicht erhältlich. Diese Präparate dürfen nicht gleichzeitig mit einer ganzen Reihe anderer Medikamente genommen werden, ihr Nebenwirkungsprofil scheint momentan günstig zu sein, lässt sich aber noch nicht abschließend bewerten.

Als solche Risikofaktoren gelten insbesondere:

  • Alter über 60
  • Adipositas (Übergewicht über BMI 30)
  • Diabetes mellitus
  • Bluthochdruck, Arteriosklerose, KHK
  • Chronische Lungenerkrankung
  • Chronische Neurologische Erkrankung
  • Theoretisch möglich ist auch die ambulante Gabe von Antikörper-Präparaten, praktisch natürlich schwierig, da ja Quarantäne gilt, die für die Infusionstherapie in einer Ambulanz oder Arztpraxis aufgehoben werden muss - mit entsprechendem Hygiene-Management.

 

Dieses Programm ist auch eine gute Vorbeugung gegen Long-Covid.

 

Wenn Long-Covid oder Post-Covid nachgewiesen ist, haben sich Vitamin-C-Infusionen, die Antikörpertherapie und auch eine spezielle Form der Blutwäsche (Plasmapherese) bewährt, ohne dass hier schon ausreichende Studiendaten vorliegen. Auch die photodynamische Therapie mit Bio-Laser hat oft guten Erfolg.

 

Insgesamt kritisieren wir die völlig unzureichende Initiative der Bundesregierung in Bezug auf Therapieforschung, Therapieregister und Impfregister prinzipiell! Die Haltung: Quarantäne und alleine die Infektion aussitzen ist weder medizinisch begründbar noch moralisch zu akzeptieren.

 

Im Zweifelsfall können wir im Rahmen dessen, was möglich ist, Ratschläge geben, können aber natürlich eine ärztliche Diagnostik und Therapie mit Sichtkontakt vor Ort nicht ersetzen. Bitte gewinnt / gewinnen Sie in Eurem / Ihrem Umfeld auch neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter für die Mediziner-Plattform!

 

Bleiben Sie bzw. werden Sie wieder gesund!