Mieten

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Wohnungen – bald unbezahlbar?

Vergleichsweise günstige Mieten in Bergbauwohnungen sind ein Teil unseres Lohnes. Jahrelang wurde uns erzählt, wir müssten auf Lohn verzichten, weil wir so günstig wohnen können. An diese Zusagen will sich die Vivawest (Immobilienmonopol, an dem neben der RAG auch die IG BCE beteiligt ist, Anm. d. Red.) nicht mehr halten.

Aus Kollegenzeitung „Vortrieb“

Nach den zahlreichen Verkäufen von Zechenhäusern an Privat im Bereich „Auf dem Hügel“ in Moers–Meerberk wurden in Moers-Repelen an der Stormstraße zahlreiche Mieter von der Vivawest rausgedrängt. Stattdessen werden nichtbergbaugebundene Geschosswohnungen zu hohen Preisen demnächst fertig. Im Bereich Eichendorffstraße wurden Wohnungen an die LEG verkauft, andere werden an Einzelinteressenten zu hohen Preisen abgestoßen.

 

An der Freiligrathstraße in Repelen werden die Mieter der Zechenhäuser von der Vivawest mit Gerüchten hingehalten, und es wird nicht offen gesagt, was die Vivawest vor hat. Fast alle heizen mit Kohle. Solange sie Deputatkohle erhielten, war das sehr günstig, jetzt zahlt man 340 Euro pro Tonne.

 

Wenn ein Mieter die Heizung umstellen will, wird ihm gesagt: „Du bist hier nur Mieter, das muss der Eigentümer entscheiden.“ Trotz Wohnungsnot stehen einige Häuser seit Jahren leer. Vivawest und Stadtverwaltung schweigen sich aus, welche Ziele sie verfolgen.

 

Wohnen ist im Kapitalismus Ware – die Wohnungskonzerne wie Vivawest ordnen alles dem Profit unter. Dass die Leute Obdach bekommen, ist für die unwichtig. Das kommt zusammen mit dem von Wohnungskonzernen und Stadtverwaltung organisierten Rückgang von Sozialwohnungen in Moers und mit immer neuen Miethöhen: So wurde veröffentlicht, dass die „Homberger Höfe“ in der Innenstadt Mieten von 13,50 Euro oder sogar 14,10 Euro bringen sollen. Dagegen müssen wir für bezahlbaren, umweltgerechten und lebenswerten Wohnraum kämpfen!