Frankfurt am Main

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Ab jetzt jeden Montag Protest der Montagsdemo, bis der Krieg beendet ist

Am gestrigen Freitag, dem 25. Februar 2022, gab es in Frankfurt am Main den zweiten Tag in Folge Protestaktionen gegen den Ukraine-Krieg. Die Montagsdemo Frankfurt, das Internationalistische Bündnis Rhein-Main, MLPD und REBELL hatten für 18:00 Uhr an der Hauptwache zu einer Kundgebung aufgerufen.

Von einem Korrespondenten

Es waren etliche Fahnen, oft von unterstützender Organisationen, zu sehen: ATIF, ADHK, Courage, IG-Metall-Fahnen von Opelkollegen, Internationalistisches Bündnis, Kommunistische Jugend, MLPD, REBELL, Sozialistische Föderation, YDG, Young Struggle und Solidaritäts-Netzwerk. Eine Reporterin des Hessischen Rundfunks machte Tonaufnahmen. Aber, wie schon vorgestern, war auch gestern Abend in den Medien nichts über die klare antiimperialistische Stoßrichtung berichtet worden.

 

Die starke Lautsprecheranlage beschallte die gesamte Hauptwache und den Beginn der 'Zeil'. Dauerhaft beteiligten sich bis zu 70 Menschen an der Kundgebung und hörten den ca. 20 Redebeiträgen am offenen Mikro zu; immer wieder bildeten sich ganze Gruppen weiterer Zuhörerinnen und Zuhörer. Gut wurden die Flugblätter mit den Erklärungen des ZK der MLPD vom 22. und 24. Februar verteilt. Es gab in den Redebeiträgen und auch in Gesprächen mit Passanten oft sehr große Übereinstimmung darin, dass um die Ukraine ein ungerechter Krieg zwischen zwei imperialistischen Räubern stattfindet. Dazu musste mit einigen Gesprächspartnern zuvor der aggressive Charakter der Nato gründlich aufgedeckt werden.

 

Sich nicht nationalistisch spalten zu lassen und die internationale Solidarität mit den ukrainischen Menschen und den mutigen Friedensaktivisten in Russland und der Ukraine zu organisieren, fand große Zustimmung. Nur einer schrie herum und forderte, die ukrainische Regierung mit Waffenlieferungen zu unterstützen. Da er sich weigerte, einen klaren Beitrag am offenen Mikro zu halten und sich nicht an die Maskenpflicht auf der Kundgebung hielt, wurde er nachdrücklich aufgefordert, die Kundgebung zu verlassen.

 

Die große Einheit der Beteiligten bei der Kundgebung zeigte sich auch darin, dass ohne Gegenstimme der Vorschlag der Montagsdemo Frankfurt angenommen wurde, ab jetzt - über die Dauer des Krieges - jeden Montag um 18:00 Uhr eine Kundgebung an der Hauptwache durchzuführen. Große Zustimmung, gerade bei jüngeren Zuhörerinnen erhielt der Beitrag vom Frauenverband Courage, sich aktiv am internationalen Frauentag zu beteiligen und gegen diesen ungerechten Krieg.