Wachsamkeit gegen Provokationen geboten

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Chemnitz: Antiimperialistische Kundgebung der Friedensinitiative

Am Samstag, dem 26. Februar, fand eine Kundgebung der Chemnitzer Friedensinitiative unter dem Motto „Gegen die Aggression von Russland und die imperialistische Machtpolitik der Nato“ am Karl Marx Monument statt.

Von einem Korrespondenten

Es waren zu Beginn 50, später etwa 100 Teilnehmer anwesend. Die Redner griffen sowohl die russische Aggression als auch die imperialistische Machtpolitik der Nato an, der Krieg wurde als ungerechter imperialistischer Krieg entlarvt.  Hauptredner der Kundgebung war Prof. Dr. Josef Lutz. Zitiert wurde Karl Liebknecht: "Die Grenzen verlaufen nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen oben und unten".

 

Es kam auch eine Rednerin zu Wort, welche für die Position Russlands warb. Die Organisatoren distanzierten sich davon. Anschließend sprach spontan eine Frau, die das Schicksal von Familienangehörigen in der Ukraine und ihre Angst um sie darstellte. Ein Vertreter der jüdischen Gemeinde Chemnitz sprach von seinen vielen Freundschaften nach Russland, aber verurteilte die Aggression Putins.

 

Der letzte Redner der Friedensinitiative brachte in einem sehr nachdenklichen Beitrag zum Ausdruck, dass er bislang zwischen "guten" und "bösen" Ländern ausgegangen war, imperialistisch USA/Nato. Nun musste er in kurzer Zeit viel lernen. Er wurde jedoch, als er sich kritisch zur Nato äußerte, nicht nur unterbrochen, sondern einige versuchten, ihn körperlich zu bedrängen. Inzwischen war eine große Gruppe mit ukrainischen Fahnen und einer deutschen Fahne aufgetaucht. Ordner und Teilnehmer, die dazwischen gingen, konnten sie kaum abhalten. Sie versuchten, ihm das Mikrophon zu entreißen. Die Kundgebung musste abgebrochen werden, um die Technik zu sichern.

 

Das selbstgemachte Schild „Die Waffen nieder“ wurde einem der Kundgebungsteilnehmer aus der Hand gerissen und zertreten. Bei allem Verständnis für die, deren Familien durch den Krieg bedroht sind, muss man aber auch Hetze auf andere Völker und faschistischen Kräften entgegentreten. In der Berichterstattung der Presse wird der Vorfall heruntergespielt.